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Die Königsteiner Europa-Initiative in Lichtgeschwindigkeit nach Europa

Griffen nach den Sternen bzw. informierten sich über die Flugbedingungen dorthin: die Mitglieder der Königsteiner Europa-Initiative.

Königstein – In Darmstadt brachte die Mitglieder der Königsteiner Europa-Initiative ein Schritt in die Besucherpforte der ESOC weg von deutschem Boden – aber auch noch nicht ins Weltall. Die ESOC, das Europäische Raumflugkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, ist streng bewacht und hoheitliches Gebiet der Europäischen Union – mitten in Darmstadt. Die ESA hat über 2.000 Mitarbeiter an fünf Standorten und der Etat von ca. 4,3 Mrd. Euro pro Jahr wird von 22 Mitgliedsstaaten finanziert. Derzeit laufen zwölf Projekte zur Entdeckung und Erforschung des Weltraums, zu Erkundungen, zur Kommunikation und zur Innovation aus dem Weltraum sowie zur Ortung aus dem Weltraum (wie das Satellitensystem galileo) und zum Leben im Weltraum. Gästeführerin Monika Römischer veranschaulichte eindrucksvoll an Modellen und vor Ort in den Räumlichkeiten der Kotrolleinrichtungen die verschiedenen Aufgaben und Arbeiten der Organisation.

Die Erfolge der europäischen Raumfahrt – ein originäres europäisches Anliegen – sind beachtlich. Großartig, wie die Raumsonde Rosetta den Kometen „Tschuri“ (Comet67P Churyumov Gerasimenko) erreichte, umkreist und das Landegerät Philae, das sich wiederholt meldet, auf dem „entenförmigen“ Kometen platzierte. Hinzu kommen neue ESA-Satelliten, die unsere Erde von oben noch eingehender erkunden können. Die ESA steht jetzt praktisch gleichwertig neben der NASA, die mit Pionieren wie Wernher von Braun zum Vorreiter geworden war.

Ein Blick in die Sterne, in die unendlichen Weiten, verdeutlicht unsere Grenzen und relativiert individuelle, gesellschaftliche, aber insbesondere auch nationale Bedeutungen. Die Evolution schreitet in einer für Menschen wahrnehmbaren Geschwindigkeit voran, vor dem Hintergrund kosmischer Dimensionen jedoch sind wir wie ein Sandkorn in der Wüste – dem sollten wir uns bewusst sein, wenn wir vermeintlich historischen politischen Entscheidungen gegenüberstehen. Ein wenig Demut und ein Blick für das Große und Ganze wäre in unserer hektischen multimedialen Welt oftmals angebracht. Und ein Besuch bei der ESOC hilft, solche Gedanken zu untermauern.

Die ESA ist ein Unternehmen, das die Menschen in Europa im Gefühl vereint, also genau das tut, was die Königsteiner Europa-Initiative anstrebt. Wir haben deshalb damit begonnen, das Raumfahrt-Kontrollzentrum ESOC im nahen Darmstadt in der Robert-Bosch-Str. 5 zu besichtigen und bieten die Teilnahme an der gebuchten Besichtigung am 9. November an. Es sind maximal 20 Teilnehmer (Mindestalter zehn Jahre) zur Besichtigung zugelassen. Die Besichtigung selbst findet von 11.30 bis 13 Uhr statt, die Hin und Rückfahrt wird dann individuell organisiert und die Kosten für die Besichtigung liegen bei zirka sechs Euro pro Teilnehmer.

Interessenten können sich entweder bei Dr. Jürgen Bokr (juergen.bokr[at]t-online[dot]de) oder bei Dr. Hermann Winter, dem Vorsitzenden der Königsteiner Europa-Initiative e.V., unter j.h.winter[at]t-online[dot]de anmelden. Vorabinfos gibt es auch auf der Homepage unter www.europa-initiative.org.

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