Verbraucherzentrale berät zum Heizen mit erneuerbaren Energien

Grundwasser, Erde oder einfach Luft – Wärmepumpen schöpfen mit Hilfe von etwas Strom aus den unwahrscheinlichsten Quellen Wärme. Kein Wunder, dass die Technologie mittlerweile das häufigste Heizsystem in Neubauten ist.

Doch leider geht die Rechnung nicht immer auf: Ist die Anlage schlecht geplant, explodieren die Stromkosten, oder das Haus bleibt kalt. Wann also lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpe?

Das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe kann man sich wie einen umgekehrten Kühlschrank vorstellen. Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt sie an die Umwelt ab, die Wärmepumpe zieht die Wärme aus der Umwelt und gibt sie an das Heizsystem ab. Dafür benötigt die Wärmepumpe Strom – im Idealfall gerade einmal eine Kilowattstunde Strom, um vier Kilowattstunden Wärme zu erzeugen. Die Technologie kann also äußerst effizient und umweltfreundlich sein.

Allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen, vor allem muss das Heizsystem auf eine niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt sein - das ist die Temperatur, auf die die Heizflüssigkeit vor der Zirkulation durchs Haus erwärmt wird. Das ist zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung der Fall, bei klassischen Heizkörpern hingegen nicht unbedingt. Je höher jedoch die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto geringer die Effizienz der Wärmepumpe – und desto höher folglich die Stromrechnung. Gleiches gilt für den Einsatz von Wärmepumpen in Systemen mit hohen Warmwassertemperaturen und -verbräuchen. Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, kann deshalb tatsächlich nur im Einzelfall entschieden werden. Welche Technologien im individuellen Fall geeignet sind, wie wirtschaftlich verschiedene Alternativen sind und welche Fördermöglichkeiten es gibt – bei allen diesen Fragen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale weiter. Wer schon Angebote eingeholt hat, kann sie gleich zur Beratung mitbringen und analysieren lassen.

Auch wer Fragen rund um das Thema Dämmen, Bauen und Sanieren hat, kann sich an die Energieberatung wenden. Die nächste Energieberatung im Königsteiner Rathaus findet am Mittwoch, 8. Juli, statt.

Die Anmeldung erfolgt telefonisch über das zentrale Servicetelefon der Verbraucherzentrale unter 0800 809 802 400 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz und für Mobilfunkteilnehmer). Die Leitungen sind montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr geschaltet.

Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bezahlt man für den Beratungstermin von 45 Minuten nur eine Kostenbeteiligung von 7,50 Euro.

Auch die Umweltbeauftragte der Stadt Königstein, Birte Sterf, steht für Fragen und Anregungen rund um das Thema Umwelt gerne unter Telefon 06174/202224 zur Verfügung.



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