Großes Weihnachtsgeläut auf dem Mammolshainer Weihnachtsmarkt

Im Hintergrund thront das Wahrzeichen von Mammolshain, die Kirche St. Michael, während sich langsam der kleine Weihnachtsmarkt in der Dorfmitte von Mammolshain füllt.

Mammolshain (sk) – Als hätte Mammolshain einen ganz besonders guten Draht zum Himmel, zeigte sich dieser am 3. Adventssonntag von seiner sympathischen Seite und bescherte dem gemütlichen Weihnachtsmarkt in Mammolshain einen charmanten weihnachtlichen Touch in winterlicher Schneekulisse. Kinder lieferten sich mit ihren Freunden erste Schneeballschlachten, während sich die Gäste unter den Marktschirmen mit Glühwein, heißem Äppler oder heißem Orangensaft wärmten und das gemütliche Beisammensein auf dem Dorfplatz in Mammolshain rund um die hübsch dekorierte Weihnachtstanne genossen. Es roch nach gebratenen Würstchen, frisch gebackenen Waffeln und herzhaft gebratenen Kartoffeln.

Einer der kleinsten Weihnachtsmärkte

Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr veranstaltete der Kerbeverein Mammolshain den Weihnachtsmarkt. Traditionell verkauften Andrea Neugebauer und Errol Babacan Honig aus ihrer Imkerei. Nicht weit vom Weihnachtsmarkt etwas außerhalb des Dorfes stehen ihre Bienenstöcke in den Streuobstwiesen und in den für Mammolshain typischen Kastanienwäldern. Als Mitglied des deutschen Imkerbundes unterliegen sie ständigen Qualitätskontrollen. „Wir betreiben die Imkerei in unserer Freizeit als Gegengewicht zu unserem Beruf“, erklärten die beiden Universitätsdozenten. Neben dem für die Region typischen Kastanienhonig bietet die Imkerei Linden-, Obstblüten- und Frühblütenhonig an. Mammolshainer Liköre und die vom Kindergarten hübsch gestalteten Jahreskalender bereicherten das vielfältige Angebot.

Aquarellbilder für gehörlose Kinder

Erstmalig bot Andrea Neugebauer aus dem Nachlass ihrer 2017 verstorbenen Mutter Heidrun Neugebauer Aquarellbilder an. „Als Weihnachtsgeschenk für Kurzentschlossene“, erklärte sie die Hintergründe. Der Erlös aus dem Verkauf fließt dem Elternverband für gehörlose Kinder e.V. zu, da ihre Mutter selbst seit Kindertagen gehörlos war.

Glocken wieder in Schwung gebracht

Seit 1960 steuerte die Läutemaschine das Glockengeläut der vier Glocken in der Kirche St. Michael. „Erst im Jahr 2000 wurde die noch funktionstüchtige, historische Glocke aus dem Jahr 1781 dazu gehängt“, informierte Dr. J. Paul Fischer, der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Katholische Kirche St. Michael, anlässlich einer Besichtigung des Kirchturms mitsamt seiner Glockenstube. Seitdem hören die Mammolshainer sowie die angrenzenden Gemeinden zu bestimmten Anlässen fünf Glocken läuten. Die größte Glocke davon wiegt etwa 1.180 kg. Diese Hauptglocke konnte der in die Jahre gekommene Antrieb nicht mehr in Schwung bringen, so dass die Gemeinde und der Förderverein mittels Spenden die notwendige Reparatur am Glockenstuhl veranlassen mussten. Als Dankeschön für alle Spender und zum Zeichen einer ganz besonders weihnachtlich gestimmten Atmosphäre auf dem kleinen Dorfplatz in Mammolshain schenkte das fünfstimmige Glockengeläut den Mammolshainer Weihnachtsmarktbesuchern einen wohlig klingenden Augenblick der Besinnung und Vorfreude auf das kommende Weihnachtsfest.

Mit dem Geläut ihrer vier Schwestern verzauberte die älteste und am höchsten aufgehängte historische Glocke aus dem Jahr 1781 den Mammolshainer Weihnachtsmarkt in ein kleines Weihnachtsmärchen.
Fotos: Krüger

Warm eingepackt trotzt das Imker-Ehepaar Andrea Neugebauer und Errol Babacan den Minustemperaturen auf dem Mammolshainer Weihnachtsmarkt.

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