Heimatverein Mammolshain: Vergangenes bewahren

Zu einem Neujahrsempfang bei bester Bewirtung lud der Heimatverein Mammolshain ein.

Foto: Stehle

Mammolshain (dea) – Das alte Jahr ist nun erfolgreich zu Ende gegangen und nun geht man beim Heimatverein Mammolshain hochmotiviert auf die dritte Dekade zu. Da die Vorsitzende Gertrud Hartmann aus Krankheitsgründen leider nicht anwesend sein konnte, ergriff ihr Mann Bernd Hartmann das Wort und begrüßte alle anwesenden Vereinsmitglieder, darunter den ersten Bürger der Stadt, Robert Rohr, sowie die Stadtverordneten Inken Schmitt, Thomas Boller und Dr. Gerhard Adler, als Mitglieder des Stadtparlaments. Auch Ortsvorsteher Hans-Dieter Hartwich fehlte natürlich nicht. Bereichert wurde die Veranstaltung auch durch die Anwesenheit von Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann, die auch dieses Jahr wieder einen interessanten Vortrag zur 825-jährigen Ortsgeschichte halten wird.

Dank der liebevollen und kompetenten Bewirtung durch Thilo Maier und Martin Igges wurde jedem Gast ein Glas Sekt (selbstredend mit Orangensaft) passend zum Neujahrsempfang gereicht, während am Tisch Grissini und kleine Schokoladentäfelchen dazu beitragen sollten, den Blutzuckerspiegel während der Veranstaltung nicht sinken zu lassen.

Zu Beginn der Begrüßungsrede durch den Ortsältesten Bernd Hartmann, ließ es sich dieser nicht nehmen, einen kleinen Textausschnitt aus einem Buch über das frühe Mammolshainer Leben vorzulesen, bevor er der zweiten Vorsitzenden des Vereins, Katja Metz, das Wort übergab. Diese schritt alsdann zur Tat und erfreute die Anwesenden mit einem kurzweiligen Bericht über das Jubiläumsjahr, begleitet von informativen Fotos.

Obwohl der Rückblick chronologisch war, fiel doch schnell auf, dass es der Heimatverein nicht nur geschafft hat, drei unterschiedliche Ausstellungen zu den Themen Silberhochzeit, Edelkastanien und 25 Jahre Heimatverein auf engstem Raum zu präsentieren, sondern auch noch den gesamten Raum renoviert und mit Möbeln vom Fachmann ausgestattet hat. So präsentiert sich das kleine Heimatmuseum nun im neuen Glanz und kann jeden zweiten Sonntag im Monat besucht werden. Schulklassen und Gruppen erhalten auf Anfrage gerne einen Sondertermin. Das Highlight 2015 war aber zweifelsohne die erfolgreiche Restaurierung des Friedhofskreuzes. Hier konnte man den Diplom-Restaurator Matthias Steyer gewinnen, der das Kreuz fachmännisch wieder in altem Glanz erstrahlen ließ. Abgerundet wurde dieses Ereignis noch durch die Spende eines wunderschönen Pflanzkübels von Johannes Schiesser, der nun am Fuße des Denkmals seinen Platz gefunden hat. Den Ausblick auf 2016 gab dann wieder Bernd Hartmann. Dieser wies darauf hin, dass ein Verein – egal was passiert – nur durch aktive und passive Mitglieder am Leben erhalten werden kann und verband seinen Wunsch auf ein erfolgreiches 2016 mit dem Aufruf, neue Mitglieder zu werben.

Gerade im Hinblick auf die Flüchtlingssituation erhält das Wort Heimat ein ganz neues Gewicht. Beginnen wird das Jahr 2016 mit der Jahreshauptversammlung, bei der es Vorstandswahlen geben wird. An Ostern wird wieder der Hornbrunnen geschmückt und auch dieses Jahr wird der Vereinsring wieder am Burgfest teilnehmen. Eine neue Ausstellung wird es im renovierten Heimatmuseum ab dem 25. Juli geben. Gespannt sein darf man darauf, ob der Wunsch des Heimatvereins, dass das restaurierte Friedhofskreuz in das Buch mit dem Titel „Kulturdenkmäler Hessen – Hochtaunuskreis“ aufgenommen wird, erfüllt wird. Dann, so Bernd Hartmann, wäre es ein offiziell anerkanntes Denkmal, welches als erhaltungspflichtig gelten würde. „Die Stadt wäre dann mit im Boot und wäre mitverantwortlich. Wir wollen nicht immer alles alleine machen.“



X