Falkenstein (kw) – Die Martin-Luther-Gemeinde Falkenstein mit ihrer Veranstaltungsreihe „Falkensteiner Dialog“ lädt am Montag, 11. Mai, um 20 Uhr zu einer interessanten Literaturbesprechung in den Arno-Burckhardt-Saal, Debusweg 9, ein. Der Literaturwissenschaftler Dr. Matthias Eigelsheimer ist zu Gast und spricht über die „Un - Glaublichkeit des Neuen“ anhand von Joseph Roths Roman ‚Hiob‘.
„Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5), lautet 2026 die Jahreslosung der christlichen Kirchen, mit der sich der Falkensteiner Dialog thematisch befasst. Und Eigelsheimer hat sich bei der Auswahl der dazu passenden Lektüre vorab eingehend Gedanken gemacht. Dabei kam ihm ein berühmter Graffiti-Spruch in den Sinn: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, würden sie verboten.“ Denn Eigelsheimer ist sich sicher, dass viele Menschen „verdrossen in die Welt blicken“ und zumeist auch ihre guten Gründe dafür haben. „Die Umstände, in denen sie leben, empfinden sie als abträglich und die Hoffnung, dass sich daran irgendwann einmal etwas ändern könnte, ist ihnen längst vergangen“, glaubt der Literaturwissenschaftler.
Am Beispiel des Romans ‚Hiob‘ von Joseph Roth sollen wir genau einen solchen Menschen kennenlernen, einen zunächst Gottesfürchtigen Juden, der sich am Ende von seinem Gott trennen möchte, da er zu viel Leid erfahren hat. „Zum Schluss aber macht Gott ‚alles neu‘ für ihn“, verspricht der Eigelsheimer vorab. „Was es braucht, das anzunehmen, schildert der Roman eigentlich nicht. Aber wir als Leser müssen uns das schon fragen, denn unsere Reaktion auf diesen Schluss lässt tief blicken.“
Die Organisatoren des Falkensteiner Dialogs freuen sich auf einen spannenden Abend mit vielen interessierten Teilnehmern. Zur Vorbereitung ist es übrigens von Vorteil, den Roman (176 Seiten) gelesen zu haben, aber natürlich keine Pflicht. Aus diesem Grund wird die Veranstaltung auch so frühzeitig angekündigt. Eine Anmeldung für den Literaturabend ist nicht unbedingt erforderlich, zur besseren Planung aber durchaus gewünscht unter Telefon 06174 7153 (Pfarrbüro) oder per E-Mail an Martin-Luther-Gemeinde.Falkenstein[at]ekhn[dot]de. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind willkommen.