Falkenstein (kw) – Der Falkensteiner Dialog lädt am Dienstag, 22. September, um 20 Uhr ein zum kunsthistorischen Vortrag mit Pascal Heß. Der Frankfurter Kunsthistoriker setzt sich auch dieses Jahr kunstgeschichtlich mit der Jahreslosung auseinander, die 2026 lautet „Siehe, ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5).
„Der Text der Jahreslosung verspricht implizit, dass im Neuen das Gute läge“, so Pascal Heß. „ Auch die Kunstgeschichte wertet Innovationssprünge oft auf. Das „Neue“ gilt als Entwicklung und als besonders kostbar. Beschreibungen solcher Momente sind oft geprägt von Sätzen wie: „Der Künstler oder die Künstlerin hat zum ersten Mal…“. Aber auch genau das Gegenteil wertet Kunst manchmal auf. So kann bei der Betrachtung von Kunst oder von Altstädten auch das hohe Alter und die Tradition der Architektur bewunderungswürdig sein; oft unabhängig von der Qualität des Objekts. Zwischen den Polen der Innovation und der Tradition spannt sich die Auseinandersetzung mit Kunst“, sagt der Frankfurter Kunsthistoriker. „Und dazwischen liegt ein weites Feld: Was ist mit Künstlerinnen und Künstler, die nicht ,zum ersten Mal...‘? Sind die weniger beachtenswert?“
Die Veranstaltung der Martin-Luther-Gemeinde Falkenstein findet statt im Arno-Burckhardt-Saal, Debusweg 9, in Falkenstein. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, aber möglich per E-Mail unter Martin-Luther-Gemeinde.Falkenstein[at]ekhn[dot]de oder telefonisch unter 06174 7153. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.