Benefizlauf des Damen Lions Club bringt Rekordspende für Lebenshilfe

Trotz der Scheckübergabe wäre die Aufteilung in „Geber“ und „Nehmer“ viel zu einfach, stattdessen haben sie alle ihren Teil zum Ganzen dazugegeben und sind darüber ein Team geworden. Von links nach rechts stellten sie sich der „Abschlussprüfung“, nämlich für den Fotografen in die strahlende Nachmittagssonne zu schauen: Michaela Zahn (Lions Königstein Burg), Christian Wolf (Lebenshilfe HTK), Stefanie Boesensell (Lions Königstein Burg), Dr. Joachim-Dietrich Reinking (Süwag), Werner von Sengbusch, Jürgen Waterstradt (beide Lions Distrikt MN), Gerhard Beckmann (Lebenshilfe HTK), Ulrike Frech, Brigitte Bremer (beide Lions Königstein Burg), Siegfried Woitalla (Süwag), Cindy Kilb (Lebenshilfe MTK), Jörg Pöschl (Erster Stadtrat Königstein) und Dieter Stöß (Lebenshilfe MTK). Fotos: Friedel

Königstein (hhf) – Zum Benefizlauf rund um den Burgberg waren im Mai weitaus mehr als nur die Königsteiner auf den Beinen. Knapp 800 Läufer*innen konnten die Veranstalterinnen vom Damen Lions Club Königstein Burg auf den Anmeldelisten verzeichnen, dazu kamen die Ungezählten, die sich als Zuschauer zum mittlerweile 7. Benefizlauf in Kurpark und Umgebung tummelten. Etwa einen Monat später war der „Kassensturz“ gemacht und der Termin zur offiziellen Spendenübergabe stand an.

Im Rathaus dann die freudige Mitteilung: Mit 17.000 Euro können sich die Kreisvereinigungen Hoch- und Main-Taunus der „Lebenshilfe“ die bisher höchste Spendensumme der beliebten Veranstaltung teilen. Darin enthalten ist auch ein Zuschuss von 3.000 Euro aus dem Sonderfonds „Jugend und Umwelt“, den der übergeordnete Lions District MN (Mitte Nord) verwaltet.

Fest für die ganze Stadt

Mit dem anerkennenden Ausruf „Chapeau“ eröffnete Jörg Pöschl, Erster Stadtrat und Dezernent für Sportangelegenheiten bei der Stadt Königstein, einen seiner „Lieblingstermine“: „Der Lauf ist enorm wichtig für Königstein, die Stadt freut sich jedes Jahr darauf.“ Und unterstützt die Ausrichter nach Kräften, zum Beispiel mit Arbeitsstunden in Bauhof und Stadtverwaltung im Wert von 10.000 Euro.

Aber auch viele andere betätigen sich im Hintergrund – was nicht bedeutet, dass sie nicht auch aktiv mitlaufen würden: „Wir konnten dieses Jahr nicht nur einen Spenden-, sondern auch einen Sponsorenrekord verbuchen“ so Brigitte Bremer, amtierende Präsidentin des Königsteiner Damen-Lionsclubs. Die große Besonderheit in diesem Jahr stellten aber die Lebenshilfe Hochtaunus und Maintaunus dar, die als Spendenempfänger mit über 50 Läufer*innen im Team mit am Start waren.

Gleichberechtigung demonstriert

Dieter Stöß, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Main-Taunus, brachte große Dankbarkeit darüber zum Ausdruck, dass die Lebenshilfe dieses Jahr als begünstigte Einrichtung ausgewählt wurde. „Es ist nicht nur ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl im Laufteam entstanden, sondern wir konnten uns am Lauftag auch einem großen Publikum präsentieren. Dies machte alle sehr stolz.“ Gerhard Beckmann, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Hochtaunus, freute sich auch sehr über die große Spendensumme zur Unterstützung der Lebenshilfe.

Diese begleitet Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung aus allen sozialen Schichten in ihrem Bestreben, gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Die Spende wird das Angebot „Familienunterstützender Dienst“ der Lebenshilfe unterstützen. Hier steht die Gestaltung von gemeinsamen Freizeitaktivitäten, Ausflügen und Sport ohne betreuende Eltern im Mittelpunkt, was für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig ist. Ein wesentlicher Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe, welches ein Stück Normalität, Selbstbestimmtheit und ein wachsendes Selbstwertgefühl vermittelt.

Der Benefizlauf selbst bekam durch die Teilnahme des Lebenshilfe-Laufteams zusätzlich den Charakter einer inklusiven Plattform, betonte Christian Wolf, Geschäftsführer der Lebenshilfe Hochtaunus. Dazu passte die allgemein sprühende gute Laune aller Teilnehmer und Gäste natürlich erst recht.

Auch Firmenteams haben Spaß

Dr. Reinking, Vertreter des Hauptsponsors Süwag, bezeichnete den Lauf als ein „Volks-Familienfest“ mit ganz besonderer Stimmung. Den Mitarbeitern der Süwag mache es großen Spaß, am Lauf für den guten Zweck mit dabei zu sein. Sie kämen aus unterschiedlichsten Bereichen und lernten sich beim Lauf auf einer ganz anderen Ebene kennen, was eine tolle Integration darstelle – auch wenn er persönlich (als Träger der Startnummer 1) das Gefühl habe, der Berg werde jedes Jahr etwas steiler...

Die größte Sponsorenlaufgruppe mit 50 Teilnehmer*innen stellte in diesem Jahr übrigens das Team von Fit4Women Königstein, deren Geschäftsführerin Margareta Dziambor sich auch wieder um das professionelle Aufwärmtraining kümmerte.

Die TSG Falkenstein war zwar mit stolzen 61 Läufer*innen am Start, doch versprach Jörg Pöschl, in seiner Eigenschaft als Vereinsvorsitzender des größten Sportvereins im Stadtgebiet, da noch mal die Werbetrommel zu rühren. Und das, so waren sich alle einig, können eigentlich ab sofort alle tun, denn der nächste Benefizlauf ist schon terminiert. Am Sonntag, 17. Mai 2020, kann man ihn sich schon mal in den Kalender eintragen und dazu das Traumziel: 1.000 Läufer, die dann die bei den bisherigen sieben Veranstaltungen zusammengekommenen 87.500 Euro auf ein sechsstelliges Ergebnis ansteigen lassen könnten.

Weitere Artikelbilder:



X