Endlich Frühling – Lichtblicke in der Galerie Uhn

Königstein
(kw) – Katja von Ruville trifft einen Nerv in diesen grauen Wintertagen mit ihrem Meisterwerk „Frühling“ in pastellzarten Frühlingsfarben. Bei der Betrachtung empfindet man innere Ruhe und Freude, aber vor allem Hoffnung, dass die Natur ausholt zu Sonne, Licht und frischen Farben.

Der Künstlerin, die in Frankfurt lebt und arbeitet, ist zum Thema „Unendliche Weiten“ ein Werk gelungen, das den Frühling ebenso preist wie den Regen und den Winter, der Weiß auf Weiß mit einzelnen Farbschatten aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder anders wirkt. „Die Natur ist nicht zu toppen“, mit diesen Worten verneigt sich Ruville vor der Natur. Sie selbst hat die Stille und Zurückgezogenheit während der Corona-Jahre genutzt und sogar genossen, befreit von allzu viel Termindruck, um vom Kleinen ins Große zu kommen, und freut sich, nun Bilder auszustellen, die eine Aufforderung zum Leben sind: Der Frühling als Aufforderung zum Tanz, der Jahr für Jahr mit unbändiger Kraft, mit zarten und doch eindeutigen Naturschauspielen den Menschen nach draußen lockt. Nach dem winterlichen Stillstand, nach Einsamkeit und Innehalten, haben wir vielleicht Angst, die Tanzschritte nicht mehr zu beherrschen, so schildert sie die Zeit des Rückzugs. Die Menschen brauchen gerade jetzt viel Lebensmut, um weiterzumachen. „In Zeiten der Trauer und des Schmerzes ist die Natur oft das Einzige, was uns hilft. Sie gibt Kraft und hat heilende Wirkung. Die Natur hält einiges aus, aber wenn wir sie nicht mit Sorgfalt behandeln, dann halten wir bald nichts mehr aus“.

Mit ihr stellt Keijoo Park aus, die seit 20 Jahren als Architektin und Landschaftsarchitektin arbeitet und zum ersten Mal in Königstein bei Jimin Leyrer ausstellt. Die Natur ist dabei immer Inspirationsquelle, wie sie sagt, besonders jetzt als Künstlerin. Mahlers Lied von der Erde hat sie dabei ebenso inspiriert wie Werke von Klimt. Ihr Anliegen ist es, mit ihrer Kunst die Natur zu neuem Leben zu erwecken, zu schützen, sie zu imitieren, aber auch eine künstlerische Natur zu schaffen. Dabei kann der Blick auf ihre Bilder, die große Ruhe ausstrahlen und von denen manche schwarz und manche weiß sind, sowohl emotional als auch philosophisch, meditativ und reflektierend sein. Dabei will sie die schönen Momente festhalten und Hoffnung vermitteln. „Ich male so, weil ich Architektin bin“. Dabei hilft ihr die Computertechnik, auch Fotoshop, aber auch der Pinsel, mit dem sie den fotografischen Hintergrund übermalt. Gegensätze sind ihr ebenso wichtig wie Harmonie. So spiegelt sie die Welt: „Natur als Grundlage des Wesens, überlagert von kulturellen und sozialen Einflüssen.“ Im Juni ist ihr „Erde-Projekt“ im Kunstverein Familie Montez in Frankfurt zu sehen. Die Ausstellung können Interessierte bis 3. März besuchen.

Galerie Uhn

Hauptstraße 34

61462 Königstein

www.galerie-uhn.de

info[at]galerie-uhn[dot]de

Öffnungszeiten: Di.- Fr.: 13 bis 18 Uhr / Sa.:10 bis 13 Uhr

Tel: +49-(0) 6174-221750, mobil 0176-23570381

Katja von Ruville vor ihrem Bild „Frühling“, daneben Keijoo Park, die sich in ihren Werken philosophisch und gestalterisch mit dem Thema Mensch und Natur befasst.

Foto: Privat



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