Leserbrief

Neue Stadtmitte

Unsere Leserin Kerstin Uhe, Am Kaltenborn, Königstein, schreibt zum Beginn der Arbeiten für die Neue Stadtmitte Folgendes:

Am Donnerstag fiel der sichtbare Startschuss für die neue Innenstadtgestaltung. Alles Hoffen und Bangen um die Zukunft der beliebten Konrad-Adenauer-Anlage war vergebens. Fast alle ihre Bäume und auch wertvolle Gehölze im Kurpark wurden gefällt. Das Ergebnis dieses Kahlschlags kann – und sollte – sich jeder Bürger nun anschauen!

Hier wurden mit einem Paukenschlag unumkehrbare Fakten geschaffen, um ein fragwürdiges und zu Recht umstrittenes Projekt zu realisieren.

Und was bringt uns die „Neue Stadtmitte“?

• Reduzierung öffentlicher Parkplätze von ca. 85 auf nur noch 70 in einer Tiefgarage

• Erhöhung der ca. 80 Millionen Schulden um weitere mindestens 18 Millionen Schulden.

• Existenzgefährdung des Einzelhandels in der Innenstadt durch mindestens zweijährige Bauzeit.

• Höchstwahrscheinliche Grundsteuererhöhung, da Tiefgarage mit darauf liegendem Busbahnhof nicht förderungswürdig sind.

• Größere Flächenversiegelung als die aktuell vorhandene und schlechtere CO2-Bilanz.

• Absehbarer Verkehrskollaps im Bereich Adelheidstraße/Klosterstraße infolge des Busverkehrs.

Man hätte sich das alles ersparen können durch Begrünung der jetzigen Parkplätze mit Schatten spendenden Bäumen, Büschen und Blühpflanzen. Das wären kostengünstige Maßnahmen gewesen und die Parkplätze wären somit integriert worden in die Parkanlage. Auch solche Vorschläge waren am denkwürdigen Donnerstag zu hören aus den Reihen der Zuschauer, die mit Entsetzen und Ungläubigkeit die Fällaktionen verfolgten.

Das alles hat der Souverän, also die Bürger Königsteins, sicher nicht vergessen, wenn er am 15. März auf dem Wahlzettel seine Kreuzchen macht.

Anmerkung der Redaktion: Die Leserbriefe geben die Meinung unserer Leser wieder. Sie werden inhaltlich nicht korrigiert.

Eine Förderung des barrierefreien Busbahnhofs zum Beispiel ist bei der Baumaßnahme vorgesehen.



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