Moderatorin Christiane Rau freut sich auf das „tolle Event“ Benefizlauf und fürchtet nur schlechtes Wetter

Moderiert den Benefizlauf mit Herz und Sachverstand: Christiane Rau.Foto: Schramm

Königstein (as) – Ein starker Lauf braucht eine starke Stimme. Beim Benefizlauf in Königstein am 26. April im Kurpark ist diese zum dritten Mal Christiane Rau. Eine kurzweilige wie pointierte Moderation, Begeisterung für das Laufen und letztlich ein großes eigenes Engagement für den Wohltätigkeitscharakter der Veranstaltung – die Redakteurin beim Hessischen Rundfunk bringt all das mit. Für die Königsteiner Lions-Damen ist sie damit ein wahrer Glücksgriff, denn Christiane Rau moderiert auch noch ehrenamtlich.

Was sie nicht mitbrachte bei ihrer Premiere im Jahr 2024 waren tiefere Kenntnisse über Königstein. „Ich kannte den Ort eigentlich überhaupt nicht gut“, gibt die 51-Jährige unumwunden zu. „Ich bin seit 20 Jahren Frankfurterin und arbeite mich langsam in den Taunus vor“, sagt sie – geboren in der ehemaligen DDR – augenzwinkernd. Aber sie ließ sich sofort anstecken von der Begeisterung ihrer damaligen HR-Kollegin Lena Kesting, die jahrelang den Benefizlauf moderiert hatte, und sagte seinerzeit auf die Anfrage der Lions-Damen direkt zu.

Um Königstein und seine Schönheiten besser kennenzulernen und das Geschehen noch authentischer einfangen zu können, gab sie bei ihrer Premiere sogar das Mikro kurz an Marion Neuschäfer-Menke von den Lions ab, sprang in ihre Laufschuhe und drehte eine Runde über 2,5 Kilometer. „Königstein hat eine wunderschöne Altstadt und die Strecke ist auch klasse“, waren die Eindrücke, die sie mitbrachte.

Noch mehr als der äußere Rahmen haben es aber der Moderatorin die – wenn man so will – inneren Werte des Benefizlaufs angetan. „Es sind alle immer so gut gelaunt und motiviert“, hat sie beobachtet, das Kinderprogramm findet sie „liebevoll engagiert“. Wenn sie am Morgen in Frankfurt ins Auto steige, komme auch bei der routinierten Moderatorin schon Vorfreude auf das „tolle Event“ auf. Sie ist auch jeweils frühzeitig vor Ort, um zu erleben, wie sich alles aufbaut, um Vorgespräche zu führen mit den Interviewpartnern, wie sie es als Redakteurin, die meist hinter der Kamera arbeitet, eben gewohnt ist.

Ganz besonders angetan hat es ihr das Hauptthema des 13. Benefizlaufs: psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Als Mutter von zwei 15 und 18 Jahre alten Jungs habe sie genau mitbekommen, wie sehr das Thema zugenommen habe. Die Situation für Jugendliche während Corona, Angststörungen, die Selbstwahrnehmung gerade von jungen Mädchen gegenüber Influencern im Internet – „Es ist so ein wichtiges Thema, es ist notwendig, dafür ein Bewusstsein zu schaffen“, sagt Christiane Rau. Und sie ist auch für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. Nicht bis 16 Jahre, wie von einigen gefordert, aber bis 14 Jahre. „Ich bin für ein geführtes Herangehen an Social Media, man muss den Umgang damit lernen. Wenn nicht in der Schule, wo dann?“, lautet ihre Meinung. Die Grenze von 14 Jahren hält sie für tragfähig, mit 16 Jahren würden ja viele Jugendliche die Schule bereits verlassen. Sie selbst gibt beim Hessischen Rundfunk auch Medienseminare, die junge Menschen unter anderem befähigen sollen, Fake News zu identifizieren.

Dass beim Benefizlauf immer mehr Kinder und Jugendliche – 2025 waren es schon mehr als 400 – niederschwellig an den Sport herangeführt werden, ist für die Moderatorin die genau richtige Antwort auf die Herausforderungen der modernen digitalen Medien. „Sich bewegen zu können, hilft der Psyche.“ Christiane Rau beobachtet das bei ihrem älteren Sohn, der beim SC 1880 Frankfurt Rugby spielt. „Der Sport strukturiert sein Leben. Er ist auch schon Trainer und steht jeden Tag auf dem Platz. Er merkt, wie gut es ihm tut. Disziplin und Leistung ist etwas positiv Besetztes.“

Christiane Rau ist selbst so groß geworden. Sie hat bei Dynamo Dresden Leichtathletik gemacht, 800-Meter-Lauf, Hochsprung, Weitsprung – in dieser Sportart wird man vielseitig sozialisiert. Heute ist ihr Lieblingssport HYROX, ein Fitness-Wettkampf, der Ausdauer und Kraft verbindet. Den Trendsport habe sie für sich „entdeckt, ich bin in einem Alter, in dem man was für die Kraft machen muss“.

Für den 26. April drückt sie aber vor allem die Daumen, dass das Wetter mitspielt. „Die letzten beiden Jahre war es ja etwas durchwachsen mit Sonne, aber auch mit Regen.“ Das ist das Einzige, was die erfahrene Journalistin noch nervös macht, wenn sie ins Auto steigt und auf einen Termin fährt.

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