Königstein (kw) – Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga gegen die Usinger TSG, dem „Spiel der Woche“ im Hochtaunus, zeigte der 1. FC-TSG Königstein über weite Strecken eine starke Leistung, musste sich am Ende jedoch mit einem 2:2-Unentschieden zufriedengeben.
Von Beginn an war klar: Königstein wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen und den Tabellenführer unter Druck setzen. Entsprechend konzentriert startete die Mannschaft in die Partie. Besonders in den ersten 25 Minuten dominierte Königstein das Geschehen deutlich. Der Fokus lag klar auf spielerischer Dominanz, und das Team war dem Gegner sowohl läuferisch als auch fußballerisch überlegen. Immer wieder erspielte sich die Mannschaft gute Torchancen, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
In der 25. Minute kam es dann zu einer entscheidenden Szene: Nach einer klaren Torchance wurde ein Königsteiner Spieler vom letzten Usinger Verteidiger gestoppt. Der Schiedsrichter entschied auf Rote Karte für Usingen und Elfmeter für Königstein. Tim Hilgers trat an und verwandelte sicher zur verdienten 1:0-Führung.
Mit einem Mann mehr auf dem Platz schien Königstein zunächst weiter alles im Griff zu haben. Doch statt den Druck weiter zu erhöhen, verlor das Spiel etwas an Tempo. Kurz vor der Halbzeit kam Usingen dann etwas überraschend zum Ausgleich. Nach einer eher unglücklichen Szene im Strafraum entschied der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter. Eine Entscheidung, die viele Schiedsrichter wohl nicht gepfiffen hätten. Usingen nutzte die Gelegenheit und glich zum 1:1 aus.
Für die zweite Halbzeit nahm Königstein einige taktische Anpassungen vor, um die Überzahl besser zu nutzen und mehr Räume zu schaffen. Das gelang auch: Die Gastgeber hatten weiterhin deutlich mehr Spielanteile und es kam immer wieder zu gefährlichen Situationen im Strafraum der Usinger. Belohnt wurde der Aufwand, als Niklas Berkhoff in einer unübersichtlichen Szene im Strafraum das 2:1 gelang. Besonders erfreulich: Der Torschütze ist ein Jugendspieler des Vereins und zeigte insgesamt eine sehr starke Leistung.
In der Folge hatte Königstein mehrere große Chancen, um das Spiel endgültig zu entscheiden, doch selbst klare Möglichkeiten blieben ungenutzt.
Wie so oft im Fußball wurde diese mangelnde Chancenverwertung am Ende bestraft. In der Schlussphase bekam Usingen nach einem unnötigen Freistoß noch einmal die Gelegenheit in der 90. Minute. Ein Distanzschuss aus rund 20 Metern, der eigentlich harmlos wirkte, wurde unglücklich abgefälscht und landete zum 2:2 im Tor.
In den wenigen verbleibenden Minuten versuchte Königstein noch einmal alles, um den Siegtreffer zu erzielen. Auch in der Nachspielzeit gab es noch ein, zwei gute Möglichkeiten, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor. Auch wenn sich das Unentschieden für Königstein eher wie eine Niederlage anfühlte, überwog nach dem Spiel die Erkenntnis, dass die spielerische Leistung absolut überzeugend war. Wenn es gelingt, künftig konsequenter mit den Chancen umzugehen, ist man im Lager des 1. FC-TSG Königstein überzeugt, dass das große Ziel – der Aufstieg – weiterhin erreichbar ist. Weiter geht es am Sonntag (15 Uhr) mit dem Spiel beim EFC Kronberg, wo Königstein einen „Pflichtsieg“ einfahren sollte, um im Rennen zu bleiben.