Königstein (kw) – Nach Darstellung der AfD-Ortsgruppe Königstein könnten Halteverbotsschilder um mehrere große alte Bäume in der Stadtmitte Anlass zu der Befürchtung geben, dass diese in den kommenden Tagen gefällt werden könnten. Frank Bücken, Vorsitzender des Ortsverbands, äußerte gegenüber der Presse, dass besorgte Bürgerinnen und Bürger ihn mehrfach kontaktiert hätten und sich zudem eine Bürgerinitiative gebildet haben soll, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzen wolle.
Bücken betonte, die AfD habe sich von Anfang an gegen das Projekt der „Neuen Stadtmitte“ ausgesprochen. Die geplante Tiefgarage mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro sei nach Ansicht der Partei angesichts vorhandener Parkmöglichkeiten in der Innenstadt möglicherweise nicht erforderlich. Zudem könne es aus Sicht der AfD problematisch sein, große alte Bäume durch zahlreiche neue, teure Jungbäume zu ersetzen.
Die AfD vertritt weiterhin die Auffassung, dass das Konzept der Bürgermeisterin wirtschafts- und gewerbefeindlich wirken und die Attraktivität Königsteins für Touristen, Kurgäste oder als Einkaufsziel nicht erhöhen könnte. Auch für junge Menschen in Königstein würden nach Ansicht der Partei bislang keine ausreichenden Angebote geschaffen.
Die Partei kündigte an, in der nächsten Stadtverordnetenversammlung gegebenenfalls ein „Ratsreferendum“ einzubringen, um die mögliche Umsetzung des Projekts stärker an der öffentlichen Meinung auszurichten. Ein Vorgehen, bei dem die Bäume vorab gefällt würden, würde die AfD als undemokratisch ansehen.
Nach eigenen Angaben habe die AfD die Bürgermeisterin schriftlich unter Fristsetzung aufgefordert, die Fällung der Bäume zu stoppen. Sollte diese Aufforderung nicht zu einer Aussetzung führen, behielte sich die AfD vor, gerichtliche Schritte gegen eine mögliche Baumfällung einzuleiten.