Königstein (as) – „Haben Sie schon alle Geschenke?“ Das ist eine Frage, die in diesen Tagen immer wieder zu hören ist. Man könnte die Frage auch umdrehen: „Möchen Sie ein zusätzliches Geschenk machen ... und damit einen Herzenswunsch erfüllen?
Kinder aus benachteiligten Familien
Möglich ist das bei der Weihnachtswunschkartenaktion der Familie Becker aus Glashütten, bei der auch im 19. Jahr wieder viele langjährige Partner dabei sind. Der Gedanke ist, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien, die von der Stadt Königstein und von karitativen Einrichtungen im Kreisgebiet betreut werden, ein Weihnachtsgeschenk erhalten, selbst wenn sich deren Eltern, sofern überhaupt vorhanden, keines leisten können. Ihre Wünsche im Wert von ca. 20 Euro haben die Kinder auf den besagten Wunschkarten notiert, diese hängen an den speziellen Bäumen, die bei Optik Hallmann, bei der Frankfurter Volksbank (beide in der Hauptstraße), beim Autohaus Marnet (Sodener Straße und Wiesbadener Straße) in Königstein sowie im Kindergarten St. Franziskus in Oberreifenberg aufgestellt sind (die Frankfurter Volksbank Usingen macht, anders als vergangene Woche in der KöWo aufgezählt, dieses Jahr nicht mit) . Viele Karten sind mittlerweile abgehängt, aber einige warten noch darauf, von Menschen mitgenommen zu werden, die Freude schenken möchten.
Geschenke rechtzeitig zurückbringen
Bis zum kommenden Donnerstag, 11. Dezember, läuft die Aktion noch. Dann müssen die Geschenke in dem Geschäft, in dem die Karte mitgenommen wurde, wieder abgeliefert sein. Verpackt und mit der Wunschkarte obendrauf, damit die Inhalte auch den Kindern zugeordnet werden können. Am Montag drauf, am 15. Dezember, werden die Geschenke dann schon an die Einrichtungen verteilt, damit sie rechtzeitig vor dem Fest bei den Familien und den Kindern ankommen.
Karte abnehmen verpflichtet
Wer eine Karte abhängt, der sollte sich bitte bewusst sein, dass er damit eine moralische Verpflichtung eingeht, das Geschenk auch zu besorgen. Zu häufig kamen in den vergangenen Jahren die Geschenke nicht zurück, die Organisatoren mussten sich mit Gutscheinen behelfen, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist. Wem ein Geschenkwunsch nicht gefällt, lässt die Karte also besser hängen als das Geschenk am Ende nicht zu besorgen.
Dieser Engel ziert in diesem Jahr die Wunschkarten Foto: Verlagshaus Taunus
