Nach achtbarem 3:3 gegen FC Oberursel gilt es anzuknüpfen

Mammolshain (kw) – Die letzten sechs Spieltage stehen an und damit gilt es für den FC Mammolshain spätestens ab jetzt die entscheidenden Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren.

Zwanzig Punkte bedeuten derzeit Platz zwölf, das sind genauso viele wie die SG Hundstadt auf Relegationsplatz 14 und Teutonia Köppern II als Elfter aufweisen. Und am Sonntag (15 Uhr) kommt nun der FSV Friedrichsdorf an den Hasensprung, der nur einen Zähler mehr auf der Habenseite hat. In diesem wichtigen Duell geht es nicht nur um Sieg und drei Punkte, sondern es steht vor allem die Wiedergutmachung für die blamable 0:8-Pleite im Hinspiel an. Es war damals der Anfang vom Ende der Ära Vartan Akkus als Trainer, dessen Mannschaft ihn an diesem Tag auf ganzer Linie im Stich ließ.

Demgegenüber hat die Mammolshainer Formation inzwischen ein völlig anderes Gesicht und was noch viel wichtiger ist, eine ganz andere Einstellung zum Spiel. Während man sich an jenem zehnten Spieltag quasi kampflos ergab, herrschen mittlerweile Disziplin und Ordnung und es wird bedingungslos um jeden Ball gekämpft. Verantwortlich für den Wandel ist zweifellos der junge, ehrgeizige neue Trainer Vait Arslanoski. Er hat mit großen Engagement für neuen Teamgeist gesorgt, was angesichts seiner mitgebrachten sechs „Frankfurter Jungs“ sicher eine nicht ganz leichte Aufgabe war.

„Was in Friedrichsdorf war, interessiert mich nicht. Es ist zusätzliche Motivation für den einen oder anderen, der dabei war, um unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, zu schaffen“, sagt Arslanoski.

Von dem Aufschwung haben alle profitiert, das geben die „alten Mammolshainer“ um Kapitän Martin Siever unumwunden zu. Das haben schon die knappen Niederlagen in Usingen (1:2) oder bei Aufstiegsfavorit Eschbach/Wernborn (0:2) gezeigt.

Noch deutlicher wurde es beim achtbaren 3:3 (3:1)-Unentschieden gegen den FC Oberursel, dessen Sturz auf Platz vier dadurch ermöglicht wurde. Dabei verkraftete der FCM sogar das Fehlen seiner beiden gefährlichen marokkanischen Stürmer Aimen Gannoukh und Hicham Mazouz, die beide bis Mitte der Woche in ihrer Heimat weilten. Auch ohne sie führte Mammolshain zu Pause verdient mit 3:1 durch Tore von Christian Aulich, Ruggero und den mitspielenden Co-Trainer Darius Johnson. Dessen Freistoßtreffer zum 3:1 aus gut 25 Meter schien durchaus haltbar. Pech hatte er dafür mit einem weiteren Versuch fünf Minuten nach der Pause, als sein Freistoß aus ähnlicher Distanz nur am Lattenkreuz landete. Dass der Favorit nach der Pause noch zum späten Ausgleich kam, war sicherlich auch dem Kräfteverschleiß geschuldet. Zudem musste Torwart Dennis Weck nach einem Zusammenprall wegen Übelkeit in der Kabine bleiben und durch Patrik Ilg ersetzt werden.

„Wir haben uns mehr als achtbar geschlagen, das sollte uns Auftrieb geben für Sonntag“, so Trainer Arslanoski. Oberursel, zuvor Tabellenzweiter, schien jedenfalls überrascht über die Mammolshainer Gegenwehr und war nach dem Punktverlust mehr als frustriert und zeigte keinerlei sportliche Größe. Der FCM könnte auch in den Duellen gegen die Feldberg am 28. April und in Oberhöchstadt am 12. Mai im Rennen um den Aufstieg sogar das Zünglein an der Waage spielen.

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