Besucher genießen groovigen Jazz –als Muttertags-Special im Opel-Zoo

Was ist denn hier los? Trompeter Thomas Imhof und Saxofonist Oliver Rödiger bei einer ihrer musikalischen Animationsrundem quer durch den Zoo. Fotos: Westenberger

Kronberg (mw) – Zum Muttertag im Opel-Zoo, das ist schon Tradition, gibt es für die Zoo-Besucher mit der Eastend Jazzband aus dem Raum Frankfurt frischen, groovigen Jazz von Bossa Nova bis Swing zum Eintrittsticket gratis dazu. Lyrisch, locker und stimmig schallten Jazz-Standards wie Satin Doll, Misty, All of Me, The A train und Autumn leaves durch das zunächst sonnige Taunustal und begrüßten die zahlreichen Sonntagsgäste. Viele der Zoo-Besucher, vorrangig Familien, genossen den gekonnt wie entspannt gespielten Jazz bei einem Muttertags-Sekt, den es beim Verein Freunde und Förderer des Opel-Zoos als Spende für die Zoo-Projektunterstützer zu kaufen gab. Während die Erwachsenen sich entspannt zurücklehnten und sich von den groovigen Jazzklängen in andere Sphären entführen ließen, animierte der Swing die Kinder ganz selbstverständlich zum Tanzen vor der Bühne. Nach zwei Sets inmitten der Zoobesucher und fröhlichen Einlagen auf Tischen und Stühlen hatten es die Bandmitglieder Oliver Rödiger (Saxofon), Thomas Imhof (Trompete/Posaune), Don Hein (Kontrabass), Mitja Skoberne (Piano), Jan Johl (Schlagzeug) und Marion Vican (Vocals) im dritten Set etwas schwieriger, die Besucher zum Bleiben zu animieren. Ein anhaltender Regenschauer konnte den Bandmitgliedern unter ihrem Zelt zwar wenig anhaben, doch auf dem Platz im Freien blieben entsprechend nur die mit Regencape und Regenschirm gut ausgerüsteten Familien. Für den Saxofonisten und Bandleader, Oliver Rödiger und Trompeter Thomas Imhof war das jedoch kein Grund, den Spaß am Spiel zu verlieren. „Die Jungs hier sind ja wirklich hartgesotten“, meinte denn auch eine Besucherin, als die beiden spielend auf die Besucher zu marschierten, und sich bei strömenden Regen mit „Summertime“ in die Herzen spielten. Dass die Eastend Jazzband, die auch gerne auf Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Veranstaltungen auftritt, „seit 15 Jahren der Spaß an der Musik auszeichnet“, wie der Bandleader in der Pause betonte, konnte nach dieser Einlage jeder der Zuhörer unterschreiben. So war es für die Band, ihre Fans, die großen und kleinen Zoo-Besucher zum Muttertag auch nur fair, dass sich die Sonne nach dem nassen Intermezzo am Ende des Jazzfrühschoppens wieder wärmend hinter den düsteren Wolkenbergen blicken ließ. Mit Cantaloupe Island, einem Jazzstück von Herbie Hancock, das erstmals 1964 veröffentlicht wurde, schlossen die wunderbar aufeinander eingespielten Musiker ihren Jazzkonzert und wurden bei anhaltendem Applaus in den Nachmittag entlassen.

Öffentliche Führung am Abend

Die nächste öffentliche Führung „Der Zoo am Abend“, Freitag, 19. Mai, verrät, was im Zoo geschieht, wenn sich die Besucher, wie an diesem Mai-Nachmittag, langsam auf den Heimweg gemacht haben. Was passiert, wenn im Zoo der Abend anbricht? Welche Tiere zeigen sich dann, die tagsüber eher nicht zu sehen sind? Welche Tiere verbleiben auch in der Nacht im Freien, welche kommen in Ställe? Diesen und weiteren Fragen geht die nächste öffentliche Führung auf den Grund. Sie startet um 18 Uhr am Haupteingang und ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis.

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