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Trauer um Franz Joseph Merten

Kronberg (pu) – Im Alter von 83 Jahren verstarb am 29. September Franz Joseph Merten, der zwar seit langem in Schmitten lebte, viele Jahre seines Lebens jedoch in Kronberg im Taunus durch sein großes Engagement zahlreiche Spuren hinterließ.

Alte Kronberger, die ihn kannten, werden sich beispielsweise womöglich an Prinz Franz I. zurückerinnern, als der damals 26-jährige 1961 als Fastnachtsprinz der Carnevalsgesellschaft 1886 Kronberg das närrische Volk durch die Feierlichkeiten führte.

Unvergessen mit dem Namen des Verstorbenen verbunden ist darüber hinaus der heutige Bund der Selbstständigen (BDS). 1971 übernahm Franz Merten den Vorsitz des Wirtschaftsverbandes, der seinerzeit noch als Handwerker- und Gewerbeverein geführt wurde. Imponierende 24 Jahre lang fungierte der Verstorbene entweder als Erster oder Zweiter Vorsitzender, engagierte sich mit großer Tatkraft und setzte neue Maßstäbe durch wichtige Impulse in puncto Zukunftsfähigkeit. Wegbegleiter bescheinigen ihm nicht nachlassende Beharrlichkeit und Standvermögen in seinem Bestreben, den Dachverband breiter und offener aufzustellen, was schließlich 1990 in die Umbenennung in Bund der Selbstständigen Kronberg mündete.

Neben der Realisierung einer Reihe weiterer Ideen setzte er zweifellos einen Meilenstein in der Vereins- und in der Stadthistorie als Initiator des Kronberger Herbstmarktes, der am 19. September 1992 seine Premiere feierte und mittlerweile zur größten Veranstaltung der Burgstadt entwickelt hat.

Als eine der treibenden Kräfte zeichnete er ferner dafür verantwortlich, dass der BDS 1994 über Spenden seiner Mitglieder die erweiterte Weihnachtsbeleuchtung (Manfred Feger verantwortlich für den technischen Bereich) finanzierte. Im gleichen Jahr stand das 125-jährige Bestehen des BDS mit großem Festakt in der Stadthalle auf der Agenda, an dessen Gelingen Merten ebenfalls großen Anteil hatte. Als er 1995 endgültig beschloss, künftig in seinem Leben andere Schwerpunkte setzen zu wollen, wurde er zum Ehrenmitglied des BDS ernannt. Im gleichen Jahr trat er aus dem Landesverband Bund der Selbständigen aus, im Mai 1973 war er zum Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen im Deutschen Gewerbeverein gewählt worden.

Ausgesprochen rührig und mit aller Leidenschaft dabei war er außerdem als Mitglied des Männergesangvereins 1860 Kronberg, dem er 1960 – im Jahr des 100-jährigen Bestehens – beitrat. Ein Jahr zuvor hatte er in Kronberg ein möbliertes Zimmer bezogen, durch seinen Vermieter den Kontakt zum Gesangverein vermittelt bekommen. „Und schon waren auf einen Schlag all meine Kontaktprobleme am neuen Wohnort gelöst, ich habe mich sofort gut aufgehoben gefühlt“, erinnerte er sich im April 2010 in seiner Festrede zum 150-jährigen Vereinsbestehen als damaliger Erster Vorsitzender zurück. Übernommen hatte er die Vereinsspitze am 30. Januar 2009, kurz nach den großen Festlichkeiten gab er das Zepter dann weiter. Stets bestrebt, neue Wege einzuschlagen, setzte er unter anderem mit Wegbegleitern die Idee eines Stiftungsfestes in den 1970er Jahren um und auch die notwendige Satzungsänderung brachte er mit auf den Weg.

In Erinnerung bleiben wird Franz Joseph Merten des Weiteren durch seinen Autoteile- und Gartenzubehörbetrieb, der zunächst in der Friedrich-Ebert-Straße zu finden war, später in der Westerbachstraße. Die Spuren, die er in der Burgstadt hinterlassen hat, sind nachhaltig und zahlreich.

Franz Joseph Merten
Foto: S. Puck

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