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Trauer um Prof. Dr. Ulrich Ritter

Prof. Ulrich Ritter, Zeit seines Lebens ein geistreicher und unermüdlicher Ideengeber und -umsetzer.

Foto: Westenberger /Archiv

Kronberg. – Die Stadt Kronberg trauert um Prof. Dr. Ulrich Ritter. Ritter verstarb am 27. Mai im Alter von 82 Jahren. Er engagierte sich in vielfältiger Weise für die Kronberger Burg, stand für eine fundierte Öffentlichkeitsarbeit im Burgverein, wirkte vor allem für die Publikation „Kronberger Burgbote“ und trug maßgeblich dazu bei, das Kronberger Wahrzeichen – die Burg – in städtisches Eigentum zu bringen. Er hat damit eine Entwicklung eingeleitet, die sich als wegweisend erwiesen hat. Ferner war Prof. Ritter der Hauptinitiator der Reihe „Artes Mundi – die Kunst der Welt auf der Kronberger Burg“, mit der neue Akzente im kulturellen Leben der Stadt gesetzt wurden. Außerdem engagierte er sich maßgeblich in den beiden Vereinen „Wohnprojekt Silberdisteln“ und „Bürgerselbsthilfe Silberdisteln“. Als Professor für Hochschuldidaktik der Wirtschaftswissenschaften der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität war Prof. Ritter viele Jahre lang der Theorie verhaftet und mehr mit der Universität verbunden, als mit Kronberg, wo er seit 1977 mit seiner Frau Judy zuhause war. „Ich war zunächst ein ganz normaler Schlaf-Bürger“, gab er bei der Bürgerpreisverleihung im Januar 2011 schmunzelnd zu. „Doch das sollte sich schnell ändern: Schuld daran war, dass ich die Kronberger Burg kennenlernte“, erklärte er damals seinen Zuhörern. Bei einem Spaziergang habe er das damals noch „unter Efeu schlummernde, vergessene romantische Kleinod“ entdeckt. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagte er. „Ab diesem Moment sei aus ihm ein „Kron-Bürger“ geworden, vor allem, nachdem er hörte, dass das unentdeckte Juwel, dessen Potenzial er gleich erkannte, verkauft werden sollte, aber bereits eine Bürgerinitiative in Gründung sei. Ab diesem Zeitpunkt sei ihm ebenso klar geworden, dass er für die Gesamtstadt aktiv werden wollte. Ritter hat die Geschichte um den Burgerwerb mit Augenmerk auf das geleistete Ehrenamt der Bürger auch schriftlich festgehalten. Die Liste seiner Projekte, die er innerhalb von nur wenigen Jahren zum Laufen brachte, und von denen auch heute noch einige laufen, ließe sich noch fortsetzen. Schon in den Jahren 2000 bis 2002 brachte er sich in den Lokalen Agenda-Prozess der Stadt Kronberg ein. „Im Arbeitskreis Soziales hat er damals wertvolle Impulse gegeben, beispielsweise für die Zusammenarbeit mit der Altkönigschule und das Verhältnis zwischen Jugend und Senioren“, verriet Temmen damals im Rahmen der Bürgerpreisverleihung. Und fügt nun hinzu: „Die Stadt Kronberg wird Prof. Dr. Ulrich Ritter ein dauerhaftes ehrendes Andenken bewahren.“ (mw)

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