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„Love is in the air“ – Affären auf die Spitze getrieben

Und ewig lockt das Weib … Fotos: A. Puck

Oberhöchstadt (pu) – Britischer Humor, genügend Türen, hinter denen man verschwinden oder jemanden einschließen kann, Verwicklungen und überraschende Wendungen – das ist seit Jahren das Erfolgsrezept der Theatergruppe des Karnevalvereins 1902 Oberhöchstadt, „Die Fichtegickel“, die am Samstag mit ihrem neuesten Stück „Wenn schon, denn schon“ Premiere im Haus Altkönig feierten.

„Seit wann übernachten Politiker denn mit ihren eigenen Frauen im Hotel?“, fragt Lilly Chatterton (gespielt von Anneliese Hecking) von der Oppositionspartei verwundert ihren politischen Gegner Richard Willey (Andreas Risse), den sie gerade mit Gattin Pamela (Birgit Kühn) an der Rezeption des Westminster Hotel angetroffen hat. Doch wie sich schnell herausstellt, trügt der Schein der 15-jährigen heilen Ehewelt. Willey, der zweitwichtigste Mann im Londoner Innenministerium, hat bereits „Plan B“ fest im Visier. Statt der Teilnahme an einer Parlaments-Mammutsitzung schwebt ihm ein Schäferstündchen mit der ebenfalls verheirateten Schauspielerin Jennifer Bristow (Melanie Rogwalder) vor. Vor diesem Hintergrund bittet er seinen persönlichen Assistenten George Adams (Steffen Schmidt) für ihn ein zweites Doppelzimmer unter dem Namen Pfingsten anzumieten, damit er, sobald seine Angetraute wie angekündigt aufbricht, um den Nachmittag im Theater zu verbringen, freie Bahn hat. Soweit so gut, doch schon dieser vermeintlich simple Auftrag überfordert den jungen Assistenten restlos. In seiner Aufregung fällt ihm der Deckname unter dem er das Zimmer buchen sollte, nicht mehr ein, es dauert eine Weile, bis er endlich den Schlüssel für das direkt neben der Willey-Suite liegende Tageszimmer Nr. 650, in der Hand hält. Das eine Problem grad so gelöst, hat er sofort ein weiteres, in Person von Pamela erst am Hals und wenig später an der Hose hängen und so hangeln sich die Protagonisten bis zum Finale von einer Lüge und Situationskomik zum nächsten Schlamassel.

Auch diese Komödie ihres Lieblingsautors Ray Cooney ist den Fichtegickeln förmlich wie auf den Leib geschneidert. Das Stück wurde wie gewohnt von der munteren Truppe mit viel Liebe zum Detail auf die eigenen Kapazitäten umgearbeitet und das ist ihnen exzellent gelungen.

„Love is in the air“ – da schmachtet der schwule Concierge Mister Melling (Jörg Kuschel) selbstredend mit laszivem Augenaufschlag, was das Zeug hält. Hotelmanager (Ulrich Heinecke) hat angesichts der sich die Klinke in die Hand gebenden amourösen, leicht bekleideten Abenteurer alle Hände voll zu tun, um den Ruf seines Hotels wenigstens halbwegs zu retten und natürlich tragen auch Kellner (Norbert Jäger), das Zimmermädchen (Carolin Pfitzner) und Jennifers plötzlich aus dem Skiurlaub heimgekehrter Ehemann Edward (Jörg Kauth) zum allgemeinen Durcheinander kräftig bei.

Ein Theaterspaß unter der Regie von Viktoria Fuchs und der Assistenz von Jörg Kuschel, der alles bietet, was das Theaterherz begehrt.

Vier weitere Aufführungen von „Wenn schon, denn schon“ sind Samstag, 31. Oktober um 20 Uhr, Sonntag, 1. November um 17 Uhr sowie Freitag, 6. und Samstag, 7. November jeweils um 20 Uhr im Haus Altkönig zu sehen. Restkarten gibt es zum Preis von 15 Euro im Delikatesslädchen „DeliCasa“ in der Limburger Straße 1.

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