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Schönberger engagieren sich über Förderverein für das tegut-Lädchen

Betreiber und Förderverein wünschen sich für das tegut-Lädchen noch mehr Kunden, die dort ihren Hauptbedarf decken, denn die meisten Einkäufe liegen unter sechs Euro. Foto: privat

Schönberg (kb) – In ungewöhnlicher, aber durchaus passender Umgebung fand die erste Mitgliederversammlung des Fördervereins Perspektiven in Schönberg statt. Gut ein Dutzend Vereinsmitglieder waren der Einladung des ersten Vorsitzenden Albert Sanftenberg ins tegut…Lädchen für alles im Mainblick gefolgt.

Vor dem offiziellen Teil nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Einkauf und stellten einmal mehr fest, dass das Angebot im Lädchen „fast keine Wünsche offen lässt“, so eine der Kundinnen. Der Förderverein Perspektiven in Schönberg wurde im Februar 2015 gegründet: Zweck des Vereins ist die „finanzielle und ideelle Unterstützung des Integrationsprojekts Tegut. Lädchen für Alles“.

Wie mehrfach berichtet, betreibt die Oberurseler Perspektiven gGmbH den kleinen Nahversorgungsmarkt als gemeinnütziges Integrationsunternehmen. Hier finden Menschen mit anerkannter Schwerhinderung, die bei der beruflichen Eingliederung Unterstützungsbedarf haben, Arbeit und Beschäftigung.

Albert Sanftenberg, Hauptinitiator und bis dato erster Vorsitzender der Vereins berichtete, dass der Verein, dessen Gemeinnützigkeit inzwischen anerkannt ist, aktuell 28 Mitglieder hat. Ein Teil der eingeworbenen Spendengelder – der Verein erhebt keine Mitgliedsbeiträge – wurde direkt an die Perspektiven gGmbH weitergeleitet. Damit konnten notwendige Investitionen, wie zum Beispiel der Bau einer Klimaanlage gefördert werden. Albert Sanftenberg warb für eine weiterhin tatkräftige Unterstützung des Lädchens, wichtig sei vor allem, dass sich insbesondere Schönberger Bürger/innen engagieren. Sein Appell war erfolgreich: nach Entlastung und Rücktritt des amtierenden Vorstandes wurden die Schönbergerinnen Christina Seehawer und Helga Michaelis als erste beziehungsweise zweite Vorsitzende einstimmig gewählt. Albert Sanftenberg wird dem Vorstand weiterhin als Schatzmeister und Peter de Gennaro als Beisitzer angehören. Ulrike Schüller-Ostermann, die Geschäftsführerin der Perspektiven gGmbH, berichtete über die Entwicklung des Marktes seit seiner Eröffnung vor anderthalb Jahren. Bis zu 350 Einkäufe pro Tag, viele Stammkunden aus der Nachbarschaft und steigende Umsatzzahlen belegen die Beliebtheit des Marktes. Dennoch bleiben die Umsätze noch unter den Erwartungen. So wünschen sich die Betreiber noch mehr Kunden, die im Lädchen ihren Hauptbedarf decken, denn die meisten Einkäufe liegen unter sechs Euro. Der Lieferservice, der neu eingerichtete Paketservice und die Kooperation im Programm „Kronberg Fit“ bringen neue Kunden für das Lädchen. Spezielle Labels erleichtern den Teilnehmern am Programm Kronberg fit den Einkauf. Ein wichtiges Ziel hat das Unternehmen aber bereits erreicht. Die zu Beginn beschäftigten Mitarbeiter konnten fast ausnahmslos übernommen werden, andere konnten sich durch Praktika und Arbeitserprobungen stabilisieren und neue berufliche Perspektiven entwickeln.

Schüller-Ostermann dankte der Marktleiterin Martina Schulenberg für ihren Einsatz, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Ein besonderer Dank gehöre darüber hinaus den Schönberger/innen, die sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren, vor allem Inez Lube, Stefanie Keller und Karlheinz Jäger, die regelmäßig für den Lieferservice zur Verfügung stehen.

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