Kronberg (kb) – Noch bis Sonntag, 22. März, zeigt das Museum Kronberger Malerkolonie die Ausstellung über die „Künstlerkolonie Worpswede – Von Otto Modersohn bis Heinrich Vogeler“. Dann folgt nach einer kurzen Osterpause wieder eine zeitgenössische Frühjahrsausstellung. Vom 15. April bis 7. Juni steht die Fotografie unter dem Motto „Hauptsache Musik“ im Vordergrund. Präsentiert werden zeitgenössische Aufnahmen von Fotokünstlern und -künstlerinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet, namentlich von Barbara Dickenberger, Paola Ferrarotti, Patricia Truchsess und Boris Schöppner. Fotografien von Musizierenden auf und hinter der Bühne, im Konzertsaal oder auf der Straße zeigen ungewöhnliche Blicke, die sekundenschnell festgehalten und vom Publikum meist kaum wahrgenommen werden. In Farbe oder in Schwarz-Weiß halten die ausgestellten Aufnahmen Musizierende direkt, hautnah, spontan in rasantem Wechsel ihrer Bewegungen fest.
Vom 13. bis 21. Juni schließt sich die Jahresausstellung der Kunstschule mit Abschlussarbeiten aus den Kinder- und Erwachsenenkursen sowie Werken der Lehrenden an.
Am Samstag, 20. Juni, feiert die Malerkolonie erstmalig in Kooperation mit der Burg Kronberg die „Art Night“. Kunstinteressierte können an diesem Tag bis 23 Uhr Kunst an verschiedenen Orten in Kronberg genießen und Gleichgesinnte treffen. Zahlreiche Künstlerpersönlichkeiten, die in Kronberg leben, öffnen ihre Ateliers und laden zu einem Besuch ein, darunter Henriette Tomasi, Mariana Stuhr, Kerstin Stechl, Konstantin Totibadze, Marie Pohl-Ollinger, Tulla Trash und andere. Die Verbindung von Burg und Museum soll Kronberg einmal mehr als ernst zu nehmenden Kunststandort stärken.
Vom 28. Juni bis 11. Oktober folgt dann die Jubiläumsausstellung „25 Jahre Stiftung Kronberger Malerkolonie“. Gezeigt wird eine Auswahl aus 25 Jahren Sammelleidenschaft. Am Samstag, 12. September, wird das Jubiläum im Museum gefeiert. Weitere Informationen folgen rechtzeitig im Internet unter www.kronberger-malerkolonie.com
Vom 25. Oktober bis 14. März nächsten Jahres widmet sich die Herbst-Winter-Ausstellung den Aquarellen des deutschen Impressionisten „Philipp Franck (1860 – 1944)“. „Ihnen ist die Natur genug, um aus ihr ein Kunstwerk zu schaffen“, urteilte Max Liebermann in seiner Festrede anlässlich des 70. Geburtstags über seinen Künstlerkollegen Philipp Franck im April 1930.
Der in Frankfurt geborene Franck hatte von 1877 bis 79 am Städelschen Kunstinstitut studiert und danach zwei Jahre lang das Atelier Anton Burgers in Kronberg besucht. 1892 wurde Franck als Lehrer an die Königliche Kunstschule in Berlin berufen und wenige Jahre später zum Professor ernannt. Neben kraftvollen Taunus- und Wannseemotiven bieten stimmungsvolle, zarte oder leuchtende Aquarelle aus seinem Familien- und Bekanntenkreis einen eindrucksvollen Einblick in das reichhaltige Schaffen dieses Künstlers, der zwischen den künstlerischen Strömungen des Impressionismus und Expressionismus einen ganz eigenständigen Weg in die Moderne gefunden hat.
Philipp Franck, Garten des Künstlers, Aquarell, Stiftung Kronberger Malerkolonie
