Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Antworten zu Kronbergs Zukunftsfragen

Chan Uk Jun von Volt, Helmut Ebner von der SPD, Mechthild Schwetje von den Grünen, Markus Lind von der UBG und Jakob König vom Jugendrat führten in der Stadthalle eine lebendige Diskussion.

Kronberg (ivy) – Die Kommunalwahl am Sonntag, 15. März, nähert sich mit großen Schritten. Zu diesem Anlass veranstaltete der Verein Aktives Kronberg eine moderierte Podiumsdiskussion in der Stadthalle Kronberg.

Die Partei Volt vertrat an diesem Abend Chan Uk Jun, für die SPD stand Helmut Ebner Rede und Antwort, Mechthild Schwetje von Bündnis 90/Die Grünen sowie Markus Lind von der UBG nahmen gemeinsam an der Podiumsdiskussion teil. Auch der Jugendrat wurde durch Jakob König repräsentiert. Anita Lenz und Andrea Poerschke vom Verein Aktives Kronberg übernahmen die Moderation der Diskussion.

Die drei Parteien CDU, KfB und FDP waren wegen Bedenken bezüglich der Neutralität der Moderation zu dieser Veranstaltung nicht erschienen.

Einige interessierte Gäste hatten sich im Raum Feldberg der Stadthalle eingefunden und es bestand zudem die Möglichkeit, auch online die Veranstaltung zu verfolgen.

Im ersten Themenblock stellten die Moderatorinnen Fragen zur Stadtentwicklung und somit zu den globalen Ausgabenkürzungen, über die am Donnerstag, 5. März, in der Stadtverordnetenversammlung entschieden werden soll: „Wo werden Sie/Ihre Partei sparen und weshalb?“

Helmut Ebner von der SPD vertrat die Position, dass am liebsten gar nicht gekürzt werden sollte, vor allem nicht bei den Ausgaben im sozialen Bereich. Als eine der wenigen Einsparungsmöglichkeit nannte er den Betrag von 56.000 Euro bei den Mandatsträgerbeiträgen. „Der Wunsch zu sparen ist wichtig und richtig“, heißt es von Mechthild Schwetje von den Grünen. Zudem wies sie darauf hin, dass man beim Sparen darauf achten solle, dass dadurch keine erhöhten Folgekosten in der Zukunft entstünden. Markus Lind von der UBG bedauerte es, dass die Verwaltung nur pauschal eine zwei-Prozent-Kürzung des Haushaltes vorgeschlagen habe, ohne zu konkretisieren, an welcher Stelle gekürzt werden soll. Weiterhin unterstützte er die Position der Grünen, dass nicht an der Zukunft gespart werden dürfe. Chan Uk Jun von Volt betonte die Jugendarbeit, die Vereine und den Nahverkehr als die Bereiche, in denen auf keinen Fall gespart werden dürfe.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer über das Baufeld V, das städtische Entwicklungsgebiet am Kronberger Bahnhof.

Im nächsten Teil der Podiumsdiskussion stellten die Moderatorinnen die Frage, welche Maßnahmen die Parteien empfehlen, um die Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Chan Uk Jun von Volt machte die Anregung, dass die städtischen Busse, Taxen sowie der städtische Fuhrpark auf E-Mobilität umgestellt werden. Die Vertreter von SPD und den Grünen wiesen beide darauf hin, dass mit der Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad bereits Schritte in die richtige Richtung unternommen worden sein. Allerdings sei das Tempo noch nicht hoch genug. Schwetje forderte weiterhin die Bereitstellung von Fördermitteln für Photovoltaikanlagen in privaten Haushalten.

Bezüglich Vorschlägen zu Mobilitätskonzepten erwähnte Helmut Ebner von der SPD den Ausbau von Radwegen und dem öffentlichen Busverkehr sowie mehr Rücksichtnahme der verschiedenen Verkehrsteilnehmer untereinander. Mechthild Schwetje von den Grünen knüpfte daran an, dass Kinder und Fußgänger wieder mehr in den Fokus der Verkehrsplanung rücken müssten. Markus Lind von der UBG erinnerte an die vor einiger Zeit durchgeführte Bürgerbeteiligung zu Verkehrsplanung, deren Ergebnisse allerdings bis heute nicht umgesetzt worden seien. Chan Uk Jun von Volt mahnte an, mehr interkommunale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Taktung des ÖPNV zu nutzen. Außerdem plädierte er für mehr Tempolimits innerhalb des Stadtgebiets.

Zu den beiden möglichen zukünftigen Gewerbegebieten lehnen die Grünen aufgrund von Umweltbedenken den Auernberg ab, beim zweiten Gewerbegebiet am Kronberger Hang möchten sie zunächst die Fertigstellung der Straßenanbindung abwarten. „Die Gewerbesteuereinnahmen sind für den Wohlstand von Kronberg von hoher Bedeutung“, so Chan Uk Jun von Volt und plädiert daher in erster Linie für eine schnelle Umsetzung dieser Gebiete.

Zwischendurch bestand immer wieder die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum, dabei wurden die Themen Glasfaserausbau, Smart Meter (digitale Stromzähler) sowie die Barrierefreiheit bei der Nutzung der S-Bahn behandelt.

Des Weiteren stellte Jakob König vom Jugendrat weitere Fragen zu den Themen Photovoltaik und Streuobstwiesen/Insektenschutz. Außerdem betonte er die Notwendigkeit von Treffpunkten wie zum Beispiel Pavillons für Jugendliche sowie junge Erwachsene in Kronberg. Auch die Vertreter der Parteien waren sich an dieser Stelle über die Wichtigkeit des Ausbaus von Treffpunkten für junge Menschen einig.

Einige interessierte Gäste hatten sich im Raum Feldberg der Stadthalle eingefunden, und es bestand zudem die Möglichkeit, auch online die Veranstaltung zu verfolgen. Fotos: Wreth

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