Oberhöchstadt (kb) – Isolde Sachs ist immer nur „gerade Wege“ gegangen. Es ist nämlich eine gerade Linie zwischen ihrem Wohnhaus und ihrem früheren kleinen Lebensmittelgeschäft auf dem Dalles (früherer Spar-Markt). Diesen beruflichen Weg ist sie jahrzehntelang gegangen bis heute, allerdings mit vielen Zwischenstopps in der katholischen St. Vitus-Kirche, die genau in der Mitte ihres Weges liegt. Sind viele Menschen oft nur bei Gottesdiensten in St. Vitus zu sehen, dann war und ist Isolde Sachs meist außerhalb dieser Zeiten unterwegs: in der Sakristei als Küsterin oder in den Gemeinderäumen bei unzähligen Veranstaltungen und Arbeitsgruppen, die das Gemeindeleben prägen und lebendig halten.
Es könnte fast schon eine zweite Version des Märchens „Der Hase und der Igel“ geschrieben werden, die da heißt „St. Vitus und Isolde“, in dem Isolde dann immer ruft: „Ich bin schon hier“. Diese Präsenz zeigt sich schon seit ihrem 18. Lebensjahr, als sie ihrem späteren Mann Peter zuliebe nach Oberhöchstadt kam. Seitdem reiht sich Ehrenamt an Ehrenamt. Seien es Pfarrgemeinderat oder Festausschuss, seien es Kirchenchor oder Familienkreis, seien es Arbeitsgruppe Liturgie oder Küsterin. Damit wäre die Hälfte in etwa aufgezählt.
Freudige Momente bei gelungenen Gottesdiensten an Ostern, Pfingsten oder Weihnachten wechseln sich ab mit eher mühevollen Momenten beim Wachsentfernen auf Teppichen rund um den Altar oder beim Suchen nach Personal für Standdienste bei Pfarrfesten. Legendär sind stets ihre Blumenteppiche an Fronleichnam auf dem Dalles (mit Unterstützung weiterer Helferinnen und Helfern), überzeugend ihr Glaube, mütterlich und zielgerichtet ihre Ausbildung neuer Messdiener und Messdienerinnen.
Ihr Engagement spannt einen Bogen von liturgischer Gestaltung bis zur täglichen Nächstenliebe in der St. Vitus-Gemeinde. Diese dankt ihr von ganzem Herzen für ihre Dienste und wünscht ihr für die neue Lebensdekade Gottes Segen und Nähe.
