Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes (BND)

Reinhard Gehlen 1951 in der SchweizFoto: Bundesnachrichtendienst

Oberursel (ow) – Am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr, wird Dr. Bodo Hechelhammer, Chefhistoriker des BND, im Großen Sitzungssaal des Rathauses Oberursel über „Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes, BND in Oberursel“ berichten.

Offiziell begann die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) am Sonntag, 1. April 1956. Die Anfänge des deutschen Auslandsgeheimdienstes nach dem Zweiten Weltkrieg führen nach Oberursel: Im Sommer 1946 begann der US-Militärgeheimdienst mit seiner Zentralstelle im damaligen Camp Sibert, dem heutigen Camp King, nicht nur das sichergestellte Archiv der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ auszuwerten, sondern auch die Kenntnisse der ehemaligen Mitarbeiter, darunter Reinhard Gehlen und Hermann Baun, zu nutzen. Mit der „Operation Rusty“, der späteren „Organisation Gehlen“, sollte ein wichtiges Glied in der militärischen Aufklärung Richtung Osten geschaffen werden. Aus der bisherigen Allianz mit der Sowjetarmee war ein weithin unbekannter Gegner im aufkeimenden Kalten Krieg geworden, den es nun auszuspionieren galt.

Der Vortrag widmet sich der Anfangszeit in Oberursel, die mit dem Umzug nach Pullach im Dezember 1947 endete, sowie den beteiligten Personen – und ihrer nicht ganz so lupenreinen NS-Vergangenheit –, auf die die US-Army wie auch die noch junge Bundesrepublik zurückgriffen.

Bürgermeisterin Runge wird die Grußworte zur Begrüßung übernehmen. Der Eintritt ist frei. Ermöglicht wird der Vortrag durch die Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ).



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