Oberursel (pit). Eigentlich sollte es ja „nur“ ein Sommerfest sein, aber dann war es doch noch „etwas“ mehr: eine gute Gelegenheit, Dank auszusprechen, der richtige Kreis, um etwas Denkwürdiges zu veranstalten, und natürlich die besten Rahmenbedingungen, um dem Line-Dance zu frönen. Das Sommerfest des Country- und Westernclubs Bommersheim hat ganz offensichtlich immer etwas mehr zu bieten, als eigentlich „drauf steht“.
Die offizielle Begrüßung war der richtige Moment für Vereinsvorsitzende Martina Hagedorn, zunächst Horst Becker, Mitglied der ersten Stunde des 1997 gegründeten Vereins, für seinen jahrelangen, unermüdlichen Einsatz Anerkennung zu zollen. „Ohne dich wäre das alles hier nicht so schön, wie es ist“, stellte Martina Hagedorn mit Blick auf Grillhütte und Music-Hall heraus, bevor sie auch Herbert Goldmann zu sich bat. „Er ist derjenige, der die Idee für den Namen unseres Geländs hatte“, verriet die Vereinschefin und erinnerte damit daran, dass man sich vor zwei Jahren dafür entschieden hatte, dem schönen vereinseigenen Gelände, das bis dahin höchstens als „No Name Ranch“ hätte bezeichnet werden können, tatsächlich einen Namen zu geben. Herbert Goldmann war es damals, der gar nicht lange hatte nachdenken müssen und vorschlug, es mit Blick auf die Örtlichkeit „Kieskaut Ranch“ zu nennen.
Damit verriet sie also nichts Neues, lud aber die aufmerksam lauschenden Zuhörer ein, die Gruppe zu begleiten, der sich auch Brunnenkönigin Pia I. und Brunnenmeister Mathias anschlossen, um mit ihnen gemeinsam zum Eingang des Grundstücks zu gehen. Was wohl manch einer beim Hereingehen übersehen hatte: Hier hing an zwei „Galgen“ ein in festliches Rot gehülltes Schild, das Horst Becker und Herbert Goldmann durch das Ziehen an zwei langen Seilen enthüllten. Seither verrät der Schriftzug „Kieskaut Ranch“ auf einem mächtigen Holzschild, dass hinter diesem Tor der Bommersheimer Country- und Westernclub sein Zuhause hat. „Es war eine längere Angelegenheit, doch nun stimmt alles“, sagte Martina Hagedorn im Anschluss an den kleinen, festlichen Akt. Immerhin galt es, nicht nur das richtige Holzschild zu finden und den Namen darauf anzubringen, sondern auch die richtige und sicherste Aufhängung dafür zu ersinnen.
Shopping bei Musik und Tanz
Nach diesem „offiziellen“ Teil, bei dem tüchtig Applaus gespendet wurde, rückte das Sommerfest selbst wieder in den Vordergrund und blieb es bis zum Sonntagnachmittag. Die Line-Dancer aus nah und fern freuten sich am Samstag über die Takte, die Country-Musiker Jim Everett vorgab, und am Sonntag bereicherte Sänger und Gitarrist Steven Taylor den Frühschoppen mit Songs von US-Stars wie Johnny Cash oder Alan Jackson. Und wer an diesem Wochenende auf den Geschmack kam, konnte sich gleich für das nächste Fest mit Hut und Weste rüsten, denn vervollständigt wurde das kleine Spektakel mit einem Westerndorf, in dem es passende Kleidung und vieles mehr zu entdecken gab.

