Oberursel (ow). Demokratie lässt sich nicht nur diskutieren – sie lässt sich auch erleben. Rund 35 Menschen, von ganz jung bis älter, haben sich am Sonntag auf dem Marktplatz in Oberursel auf den Weg gemacht: gemeinsam mit dem Fahrrad zum WDC-Pavillon im Kurhausgarten in Bad Homburg. Bei bestem Wetter bestand von Anfang an eine offene Stimmung – man kam ins Gespräch, hörte zu, diskutierte und es wurde auch gelacht.
Unterwegs ging es um ganz konkrete Fragen: neue Verkehrsführungen, ungewohnte Schilder, andere Routen – und darum, wie sich Mobilität im Alltag tatsächlich anfühlt. Begleitet wurde die Tour von Mobilitätsverantwortlichen aus Bad Homburg, dem Hochtaunuskreis und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain, die Routenplanung wurde von der Stadt Oberursel unterstützt.
Der direkte Austausch vor Ort machte vieles greifbarer als jede Planung auf dem Papier. Immer wieder wurde deutlich: Mobilität betrifft alle – aber nicht alle gleich. Gerade die Perspektive der Schwächeren im Verkehr, insbesondere der Fußgänger, spielte eine zentrale Rolle. Am Ziel wurde die Fahrt zum Gespräch. Am WDC-Pavillon kamen Teilnehmende und weitere Gäste an der Babbelbank zusammen, um ihre Eindrücke zu teilen und weiterzudenken. Die Leitfrage lautete: „Mobilität verbindet – alle?“
Bei Getränken, kleinen Snacks – und frischen Waffeln – wurde weiter diskutiert, zugehört und nach Lösungen gesucht. Eine Erkenntnis zog sich durch den Tag: Neben Infrastruktur und Planung liegt ein wichtiger Teil bei jedem selbst – im respektvollen Miteinander, im aufmerksamen Verhalten und in der Bereitschaft, miteinander ins Gespräch zu kommen. So wurde aus einer gemeinsamen Radtour mehr als eine Strecke zwischen zwei Orten – nämlich ein Stück gelebter Alltag, in dem Verbindung möglich wird.
Weitere Informationen und kommende Termine finden Interessierte im Internet unter: babbelwith.me


