Region (stw) – Unter dem Titel „Wie ist der Taunus eigentlich entstanden?“ bietet der Naturpark Taunus am Samstag, 12. September, eine etwa drei- bis vierstündige Erlebnisführung am Glaskopf an. Der ehrenamtliche Steinbacher Naturparkführer Joachim Heidebrecht wird interessierten Laien (Mindestalter: 10 Jahre) einen groben Überblick über die geologische Entstehungsgeschichte des Taunus vermitteln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vielmehr soll anhand des Landschaftsbildes und vieler noch im Boden versteckter Spuren – steinerner Zeugen – die wechselvolle Entstehungsgeschichte des Taunus in lockerer Form nachvollziehbar erzählt, dargestellt und erlebbar gemacht werden; angefangen bei der Kollision von Kontinentalplatten, über untergegangene Meeresküsten, Urwälder und Dinosaurier bis hin zur letzten Eiszeit und dem ersten Auftreten von Menschen – alles direkt vor der Haustür.
Genau eine Woche später, am Samstag, 19. September, findet unter dem Titel „Auf den Spuren vergangener Taunuskulturen“ eine zweite Führung statt, die zeitlich perfekt an die erste Führung anschließt, indem sie die menschliche Kulturgeschichte seit dem ersten Auftreten von Menschen im Taunus erzählt. Auch diese Führung ist eher erlebnisorientiert und setzt keine Vorkenntnisse voraus; sie kann daher auch völlig unabhängig von der ersten Führung besucht werden. Hier geht es um die letzten 3.000 Jahre der Taunusgeschichte, also um Steinzeitmenschen, Germanen, Römer und Franken bis hin zu den neuzeitlichen Adelshäusern und heutigen Nutzungen. Joachim Heidebrecht wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür sensibilisieren, die vielen Spuren, die diese früheren Bewohner der Region im Boden und in der Landschaft hinterlassen haben, zu erkennen und zu interpretieren – der Glaskopf ist in dieser Hinsicht ein wahres historisches Archiv.
Aufgrund begrenzter Plätze ist für beide Führungen eine vorherige Anmeldung beim Naturpark Taunus erforderlich unter: naturpark-taunus.de/veranstaltungen. Der Naturpark erhebt eine Teilnahmegebühr von 7 Euro pro Person.
