Region/Oberursel (ow) – Vor wenigen Tagen wurde der erste Bauabschnitt der Erneuerungsarbeiten am Wasserhochbehälter I des Wasserbeschaffungsverbandes Taunus (WBV) erfolgreich abgeschlossen. Der Hochbehälter, der in zwei Bauabschnitten in den Jahren 1965 und 1975 erstellt wurde, fasst insgesamt 6.000 m³ Trinkwasser in drei Wasserkammern, aus denen die Bürgerinnen und Bürger von fünf Mitgliedskommunen des WBV – Eschborn, Steinbach, Kronberg, Königstein und Oberursel – versorgt werden.
Im Dezember 2025 begannen die Sanierungsarbeiten an der mit 3.000 m³ größten Wasserkammer in dem Hochbehälter. Nach nur neun Monaten Bauzeit und einer erfolgreichen Wasserbeprobung wird die Wasserkammer nun wieder in Betrieb genommen.
In den nächsten Tagen beginnen die Sanierungsarbeiten an den beiden kleineren Wasserkammern, deren Fertigstellung für Dezember 2027 geplant ist. Zu Beginn der Arbeiten müssen die beiden Wasserkammern vollständig geleert werden; dieses Wasser wird kontrolliert abgeleitet. Ziel der Sanierungsarbeiten an allen drei Wasserkammern ist es, den Hochbehälter hydraulisch, energetisch und hygienisch zu optimieren. Die Einbauteile aus hochwertigem Edelstahl entsprechen den heutigen Anforderungen. Mit Abschluss der Arbeiten wird dieser Hochbehälter als zentraler Bestandteil der regionalen Trinkwasserversorgung wieder auf dem neuesten technischen Stand sein.
Die Sanierungsarbeiten des WBV sichern dauerhaft den hygienischen Betrieb, stellen die zuverlässige Versorgung der sieben Mitgliedskommunen des WBV mit Trinkwasser sicher und gewährleisten den Erhalt des Bauwerks für die nächsten Jahrzehnte.
Der 1972 gegründete Wasserbeschaffungsverband Taunus wurde zum Zweck des gemeinsamen Bezugs von Trinkwasser gegründet, um den Trinkwasserbedarf der Städte Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg, Königstein, Steinbach und Eschborn in unterschiedlicher Höhe zu decken. Für die Verteilung und Speicherung hat der WBV seit den 1970er Jahren zahlreiche Anlagen wie Zubringerleitungen, Trinkwasserbehälter und Pumpwerke errichtet und betreibt diese.
Alle zehn Trinkwasserbehälter des WBV mit einem Gesamtvolumen von 44.000 m³ sind in Betonbauweise errichtet. Untersuchungen ergaben, dass die Technik und die Bausubstanz Erneuerungsmaßnahmen erfordern. Vor allem aus Gründen der Versorgungssicherheit, aber auch aus finanziellen Gründen können nicht alle Behälter gleichzeitig erneuert werden. Entsprechend hat der Verband für diese Maßnahme einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren vorgesehen.
Bisher wurden die Erneuerungsarbeiten am Tiefbehälter Lange Meile in Bad Homburg, an den Hochbehältern III und IV in Kronberg sowie am Hochbehälter Rehköpfe in Friedrichsdorf abgeschlossen.
Mit dem Sanierungsprogramm investiert der Wasserbeschaffungsverband Taunus gezielt in die Zukunft der Trinkwasserversorgung in der Region.
