Hochtaunus/Main-Taunus (bs) – Es ist ein aktives Zeichen gegen die Verfolgung und Bedrohung von Jüdinnen und Juden: Mit der Aktion „Mein Licht gegen die Dunkelheit“ ruft die katholische Region Hochtaunus und Main-Taunus im Bistum Limburg zusammen mit Kooperationspartner dazu auf, von 19 bis 20 Uhr abends eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen. Die Aktion soll zur Zeit des jüdischen Lichterfests Chanukka von Freitag, 8. Dezember, bis Freitag, 15. Dezember, stattfinden. Hintergrund ist der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober und die zunehmende Sorge über den offenen Antisemitismus in Deutschland.
Breite Unterstützung
„Der Angriff der Hamas und die darauf folgende Welle des Antisemitismus stellen jüdische Existenz auch bei uns infrage. Wir rufen zu einem klaren Bekenntnis für jüdisches Leben und für die Anerkennung der Menschlichkeit jedes Einzelnen auf“, sagt Matthias Braunwarth, Co-Leiter der Region Hochtaunus und Main-Taunus. Die Menschen seien eingeladen, sich gegen diese Bedrohung zu stellen und ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung zu setzen. Chanukka sei für die Aktion ein guter Zeitraum, denn das Lichterfest erinnere an das Überleben des jüdischen Volks in antisemitischer Zeit.
Alle, die bei der Aktion mitmachen und eine brennende Kerze in ihr Fenster stellen, können davon ein Foto machen und es unter #meinlichtgegendiedunkelheit auf Facebook oder Instagram posten.
Der Solidaritätsaufruf wird von zahlreichen Kooperationspartnern über die Region hinaus unterstützt. Darunter sind der Main-Taunus-Kreis und Einzelkommunen wie Eppstein, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Main-Taunus, das Evangelische Dekanat Kronberg sowie mehrere evangelische und katholische Kirchengemeinden. Zudem beteiligen sich die Elisabethenschule Hofheim, der Caritasverband Main-Taunus und Hochtaunus und weitere Regionen und katholische Einrichtungen im Bistum Limburg daran.
