Kreis stellt Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 vor

Landrat Michael Cyriax bei der Vorstellung des Kreishaushaltes 2027.Foto: Main-Taunus-Kreis

Main-Taunus (bs/Sc) – Der Main-Taunus-Kreis hat den Entwurf für den Kreishaushalt 2027 vorgestellt. Landrat Michael Cyriax präsentierte die Pläne im Kreistag. Schwerpunkt bleiben gezielte Investitionen, vor allem im Bereich Bildung. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 69,8 Millionen Euro vorgesehen. Der Kreis will seinen Konsolidierungskurs fortsetzen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben.

Umlagen sollen sinken

Die Umlagen für die Städte und Gemeinden sinken nach dem Entwurf auf insgesamt 53,2 Prozent. Der Kreisumlage-Hebesatz steigt leicht auf 36,30 Prozent, während der Hebesatz der Schulumlage auf 16,90 Prozent sinkt. Beide Sätze zusammen liegen weiterhin unter dem Durchschnitt der hessischen Kreise. Allerdings verschärft sich die Finanzlage. Für 2027 geht der Kreis von einem Defizit von 15,4 Millionen Euro aus. Um dies auszugleichen, greift die Verwaltung auf Rücklagen zurück, senkt einzelne Ausgaben und erhöht Gebühren. Der Kreis prüft unter anderem, bei welchen freiwilligen Leistungen und Stellen er sparen kann.

Sozialausgaben steigen

Sozialausgaben machen laut Cyriax einen Großteil des Haushalts aus. Die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen bei sozialen Transferleistungen wächst weiter: Sie steigt von 117,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 120,7 Millionen Euro. Auch die Zahlungen an den Landeswohlfahrtsverband steigen um 14,2 Millionen Euro. Insgesamt entsprechen die Sozialausgaben etwa 80 Prozent der Einnahmen. Im Bereich Jugendhilfe rechnet der Kreis mit einem zusätzlichen Aufwand von 3,8 Millionen Euro, während die Kosten im Asylbereich um 2,3 Millionen Euro zurückgehen sollen.

Investitionen in Bildung

Trotz angespannter Haushaltslage sind für das nächste Jahr mehrere Investitionen geplant. Im Haushalt sind alleine insgesamt 32,5 Millionen Euro für Schulen und Schulsporthallen vorgesehen. Darüber hinaus unterstützt der Kreis mit 5,2 Millionen Euro den Bau der Regionaltangente West.

Digitale Verwaltung

Die Verwaltung setzt auch auf digitale Angebote. Bereits jetzt steht der Bevölkerung ein KI-Chatbot zur Verfügung. Im kommenden Jahr soll künstliche Intelligenz auch die Arbeit der Angestellten unterstützen.

Kommunale Zusammenarbeit

Ein weiterer Punkt der Haushaltsplanung ist die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden. Michael Cyriax kündigt die Initiative „Gemeinsam besser verwalten“ an. Ziel ist eine engere Abstimmung, um Doppelarbeit zu vermeiden, Know-how zu teilen und Kosten zu sparen. Die kommunale Zusammenarbeit wird von den Spitzen der Städte und Gemeinden sowie dem Landesrechnungshof unterstützt, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Die Ausschüsse beraten den Haushaltsentwurf nun weiter. Nach aktueller Planung soll der Kreistag am Montag, 14. Dezember, über den Etat entscheiden.

Detaillierte Informationen stellt der Kreis auf seiner Internetseite

mtk.org/kreishaushalt-verstehen bereit.



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