Offene Gespräche und konkrete Impulse

Viele Fragen hatten die Hortkinder in der Kita St. Peter und Paul, die Bischof Dr. Georg Bätzing (Mitte) ausführlich beantwortete. Rechts neben ihm der Königsteiner Pfarrer Stefan PeterFoto: A. Goerlich-Baumann / Bistum Limburg

Taunus (kw) – „Konstruktiv und offen“, so fasste Dr. Manfred Koch, Vorsitzender des Regionalsynodalrats, die Begegnung mit dem Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing im Rahmen der Visitation der Katholischen Region Taunus zusammen. Und auch das Fazit von Pfarrer Alexander Brückmann von der Pfarrei Heilig Geist am Taunus fiel positiv aus: „Es hat sich gelohnt! Der Bischof hat uns gehört und motiviert.“

Im Rahmen der Visitation 2026 besucht der Limburger Bischof an sechs Wochenenden Pfarreien, Schulen und Einrichtungen und sucht dabei den direkten Austausch mit den Menschen vor Ort. Ihm gehe es nicht darum, die Region zu beaufsichtigen, sondern die Anliegen haupt- und ehrenamtlich Engagierter wahrzunehmen. „Nutzen Sie mich“, forderte der Bischof die haupt- und ehrenamtlich Tätigen in den Pfarreien und Einrichtungen auf. Dass die Anliegen im Bistum Gehör finden, wurde auch dadurch unterstrichen, dass der Bischof von der Bischöflichen Bevollmächtigten, Prof. Dr. Hildegard Wustmans, begleitet wurde. An der Sitzung des Regionalsynodalrats nahm zudem Dewi Maria Suharjanto, Bischöfliche Beauftragte für den Synodalen Bereich, teil.

Erste Station im Regionalbüro

Erste Station der Visitation war am 7. Mai das Regionalbüro in Hofheim. Hier nahm sich der Bischof am Vormittag viel Zeit für ein Gespräch mit den Mitarbeitenden des Regionalbüros, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Familienbildung Taunus, der Sozialpastoral und der Fachstelle für Jugendarbeit.

Im Anschluss ging es weiter nach Kronberg in die katholische Kindertagesstätte St. Peter und Paul. Mit dem beherzt vorgetragenen Lied „Menschenkinder auf Gottes Erde, Menschenkinder in Gottes Welt“ begrüßten die Kinder und das pädagogische Team die Gäste aus Limburg und die Regionalleitung. „Wie fühlt sich das an, Bischof zu sein?“, „Wie sprechen Sie mit Gott?“ und „Was war als Kind Ihr Traumberuf?“ – diese und viele weitere Fragen stellten die Hortkinder dem Bischof. Der antwortete ausführlich und suchte das Gespräch mit den Kindern.

Besucht wurde an dem Nachmittag zudem das Altkönig-Stift in Kronberg, in dem es um das Thema Ehrenamtskultur ging, das die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses in besonderer Weise leben. „Es gab viele direkte Begegnungen“, freute sich Pfarrer Stefan Peter von der Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus. Wie in Heilig Geist gab es auch in seiner Pfarrei Gespräche mit dem Pfarrgemeinderat und den Mitarbeitenden; außerdem wurden Gottesdienste gefeiert. Vieles sei ehrlich angesprochen worden, die Beteiligung sei groß gewesen und der Bischof habe viele Impulse gesetzt, so Pfarrer Peter. „Das war kein Schönwettertreffen“, so der Geistliche, der die Eindrücke jetzt sichern und in den Gremien weiterbearbeiten möchte. „Wir bleiben dran!“

Bestärkt fühlt sich auch der Regionalsynodalrat, der zwei Tage später gemeinsam mit dem Bischof tagte. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Vorstellung eines Nachhaltigkeitsprojekts, das noch auf die abschließende Bewilligung aus dem Bistum wartet. Er finde das Projekt „kirchenentwicklerisch, zukunftsorientiert und großartig“, kommentierte Bätzing die Pläne des Gremiums.

Eine gute Chance für die Region

Ein positives Fazit zogen Barbara Lecht und Diakon Johann Maria Weckler von der Regionalleitung nach dem ersten Visitationswochenende. Es habe eine gute, offene Atmosphäre geherrscht. Die Visitation sei eine gute Chance für den Bischof, die Region kennenzulernen, aber auch für die Region, den Bischof persönlich zu erleben, erläuterte Weckler, der sich über den „ehrlichen Meinungsaustausch“ freute. „Das war die Stärke der Begegnungen“, so Weckler.

Der Bischof habe nicht nur zugehört, sondern auch Impulse und Orientierung gegeben und viele Zukunftsthemen angesprochen, stimmte Lecht zu. Die Region könne die Umsetzung der Ideen unterstützen und begleiten, zeigte sie sich überzeugt.

Weitere Besuche

Ende Mai besucht Bischof Bätzing die Muttersprachlichen Gemeinden der Katholischen Region Taunus. Mit der Italienischen Gemeinde feiert er am Samstag, 30. Mai, um 18 Uhr einen Gottesdienst in St. Marien Bad Homburg. Einen Tag später, am Sonntag, 31. Mai, lädt die Kroatische Gemeinde um 11.45 Uhr zur Messe mit dem Bischof in St. Dionysius Kelkheim ein.



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