Hessen (ju) – Wie laut ist eine Wärmepumpe wirklich? Reicht sie auch im Winter, wenn es draußen knackig kalt ist? Und was kostet der Betrieb tatsächlich? Wer über eine klimafreundliche Heizung nachdenkt, hat meist viele Fragen – und nicht auf jede findet sich in Prospekten oder auf Herstellerseiten eine Antwort. Der „Tag des offenen Heizungskellers“ will deshalb Erfahrungen aus erster Hand zugänglich machen: Am Samstag, 21. November, öffnen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in ganz Deutschland ihre Türen und zeigen, wie Heizsysteme mit erneuerbaren Energien bei ihnen zu Hause funktionieren.
Im Mittelpunkt steht der Austausch unter Menschen, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen oder den Heizungstausch bereits hinter sich haben. Wie lief die Umstellung? Welche Herausforderungen gab es bei Planung und Einbau? Wie hat sich der Wohnkomfort verändert, und wie fällt die Bilanz bei den laufenden Kosten aus? Solche Fragen lassen sich am besten dort besprechen, wo die Technik tatsächlich läuft – ohne Verkaufsdruck und auf Augenhöhe.
Dass dieses Konzept auf Interesse stößt, zeigte bereits die Premiere im vergangenen Jahr: 2025 beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 203 offene Heizungskeller in 93 Kommunen. Auch die Erfahrungen der Gastgeber sprechen für den direkten Austausch. Hansjörg P. aus Nettetal berichtete auf der offiziellen Aktionsseite, er sei begeistert gewesen, wie angeregt sich seine Gäste unterhalten hätten. Einige seien mit Zweifeln gekommen, ob sie ihre Heizung wirklich austauschen sollten, und hätten sich nach den Gesprächen entschlossen: „Wir machen das jetzt.“ Für ihn brauche es genau diesen neutralen Erfahrungsaustausch – ohne Hersteller und Handwerker.
Heizungskeller in der Nachbarschaft finden
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann auf der offiziellen Internetseite offenerheizungskeller.de nach passenden Angeboten suchen. Über die interaktive Karte und die Suchfunktion lässt sich gezielt nach dem eigenen Ort oder Postleitzahlgebiet filtern. Zusätzlich können Interessierte die Ergebnisse unter anderem nach Heizungstyp und Baujahr des Gebäudes eingrenzen. So lässt sich gezielt nach einer Anlage suchen, die zur eigenen Wohnsituation passt – etwa einer Wärmepumpe in einem älteren Haus oder einer Lösung für ein Mehrfamilienhaus.
Die Teilnahme erfolgt nach vorheriger Anmeldung über die jeweilige Aktionsseite. Dort stehen die Informationen zum Termin; die genaue Adresse erhalten angemeldete Besucher anschließend per E-Mail. Das schützt die Privatsphäre der Gastgeber, die ihre privaten Räume für den Austausch öffnen.
Der Aktionstag richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die noch ganz am Anfang ihrer Überlegungen stehen. Ob bereits konkrete Angebote vorliegen oder zunächst geklärt werden soll, welche Technik überhaupt infrage kommt: Der Blick in einen realen Heizungskeller kann helfen, Möglichkeiten besser einzuschätzen und die richtigen Fragen für die eigene Entscheidung zu finden. Ins Leben gerufen wurde die bundesweite Aktion von einem Bündnis aus BUND, Campact, co2online, GermanZero, Greenpeace Deutschland und dem Solarenergie-Förderverein Deutschland.