Im Arboretum zittert das Espenlaub

Schwalbach/Sulzbach/Eschborn (te). Am vergangenen Freitag wurde im Arboretum die Baum-des-Jahres-Allee erweitert um eine Zitterpappel. Seit 1952 findet am 25. April der “Tag des Baumes” statt, mit dem die Bedeutung von Bäumen für Mensch und Natur gewürdigt wird. Zu der Pflanzaktion waren die Bürgermeister aus den umliegenden Orten erschienen. Aus Eschborn kamen Adnan Shaikh und Erste Stadträtin Bärbel Grade, aus Schwalbach war Alexander Immisch und Sulzbach war mit Elmar Bociek vertreten, der auch Vorsitzender des Fördervereins Arboretum ist. Gestiftet hat den Baum diesmal die Firma Gartenbau Scherer aus Schwalbach.

Pünktlich um 10 Uhr kamen auch rund 100 Kinder aus umliegendem Kindergärten und Grundschulen, um bei der Baumpflanzung zu helfen. Zunächst gab es einen kurzen Vortrag von Forstamtsleiter Sebastian Gräf, der die vielen besonderen Eigenschaften und ökologischen Vorteile der auch Espe oder Aspe genannten Zitterpappel in der Natur erklärte.

Zum Beispiel haben die wegen ihrer besonderen Robustheit für den Klimawandel gut geeigneten Espen ein rasches Jugendwachstum und sind wie die Birken eine Pionierbaumart, die freie, offene Flächen für sich erobert, auf denen bisher keine oder wenige andere Bäume zu finden sind. „Populus tremula“ – so der lateinische Name – vermehrt und verbreitet sich dabei typischer Weise nicht nur über viele, weit fliegende Samen, die wie Wattebäuschchen aussehen, sondern insbesondere über Wurzelausläufer, wodurch die Zitterpappel zu den größten Organismen der Erde zählt.

In früheren Zeiten waren Espen insbesondere auch von medizinischem Interesse, da deren Laubblätter, Triebspitzen und die Rinde schmerzstillende, entzündungshemmende und fiebersenkende Verbindungen von Salicylsäure enthalten, wie sie auch in der Aspirintablette sind, die schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt.

Die Espe hat rundliche Laubblätter mit einem relativ langen Blattstiel, der seitlich abgeplattet ist. Deshalb bewegen sich die Blätter schon bei sehr geringem Wind charakteristisch. Daher rührt auch der Name Zitterpappel oder die Redewendung „wie Espenlaub zittern“.

Thorsten Willig von Hessenforst (2.v.l.) und Michael Scherer von Gartenbau Scherer (3.v.l) begrüßten bei der Baumpflanzung die Bürgermeister Adnan Shaikh (3.v.r.), Alexander Immisch (2.v.r.) und Elmar Bociek (rechts) sowie Eschborns Erste Stadträtin Bärbel Grade (links).Foto: te

Mit vielen Kannen gossen die Grundschülerinnen und -schüler den Baum an.Foto: te

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