Gemeinde dankte ihren Ehrenamtlichen

Die 16-jährige Anita Syrkina unterhielt die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Evangelischen Friedenskirchengemeinde beim Danke-Abend auf der Bandura. Foto: Reiser-Schober

Schwalbach (sz). Es ist fast schon Tradition: Ende Januar dankt der Vorstand der Evangelischen Friedenskirchengemeinde den ehrenamtlich Engagierten mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Abend. Am vergangenen Freitag folgten dieser Einladung ins Gemeindehaus rund 40 Aktive.

Und das waren längst nicht alle, die sich 2025 engagiert hatten. Denn wer für die Kirchengemeinde etwas tun möchte, findet viele Möglichkeiten, wie einige Beispiele zeigen. Den vier Mal jährlich erscheinenden Gemeindebrief erstellt etwa Erich Stichel zusammen mit einer kleinen Redaktion. Er wird ausgetragen, und einige der Austrägerinnen übernehmen es darüber hinaus, betagten Mitgliedern den Geburtstagsgruß der Gemeinde zu überbringen. Eine davon ist Helga Wiegler. Sie sagte beim Danke-Abend: „Mir ist es wichtig, etwas für die Gemeinschaft zu tun.“ Ein weiteres Angebot für Senioren ist der Tanzkreis zwei Mal im Monat, organisiert von Siglinde König.

Die Internetseite der Gemeinde administriert Christine Pitzer, und der IT nimmt sich Denis Schettl an. Sein Sohn Kai versendet den Whatsapp-Newsletter und kümmert sich um die Tontechnik in der Kirche. Der ehrenamtliche Küsterdienst wird von insgesamt fünf Mitgliedern der Gemeinde abwechselnd übernommen, darunter Marga Dörhöfer, Elke Deeg und Helga Haueisen. Den „Hilfsküster“ macht Alfons Steier.

Ein Großereignis im Frühjahr und im Herbst ist seit mehr als 30 Jahren der Kinder- und Jugendsachen-Basar der Gemeinde. Es ist ein Sortier-Basar, rund 10.000 Artikel werden in praktisch allen Räumen der Kirchengemeinde dargeboten. Dies schafft ein gut eingearbeitetes, 15-köpfiges Team unter der Leitung von Gabriella Gerlach und Marli Mester.

Auch die gegenwärtig acht Mitglieder des Kirchenvorstands sind ehrenamtlich tätig. Vorsitzender Sebastian Höhn meinte: „Das Ehrenamt als soziales Engagement kann den Leuten die Kirche wieder näherbringen.“ Jörg Neumeyer, ebenfalls Vorstandsmitglied, hatte den jährlichen Danke-Abend bereits zum vierten Mal organisiert. Erster Teil des Programms war ein Konzert auf der Bandura, einem ukrainischen Saiteninstrument.

Die junge Solistin Anita Syrkina beeindruckte das Publikum mit Barock- und Popmusik sowie einigen Volksliedern ihrer Heimat. Den Unterricht begann sie im Alter von fünf Jahren. Ihre Heimat Odessa hat sie aufgrund des Krieges verlassen. Heute, als 16-Jährige, geht sie in Frankfurt zur Schule und studiert gleichzeitig Bandura an „Dr. Hoch’s Konservatorium“, als erste Bandura-Studentin Deutschlands. Dem Konzert schloss sich ein Abendessen an – „köstlich“, wie eine Dame lobte.



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