Schwalbach (MS). Jetzt greift „ChatGPT“ tief in die Trickkiste, um den Schwalbacher Kartoffelwettbewerb zu gewinnen. Wie berichtet hat die Redaktion eine Kartoffel namens „SZchen“ ins Rennen geschickt und versucht mit einem tagesgenauen Gieß- und Düngeplan der künstlichen Intelligenz, mehr Kartoffeln in den Eimer zu bekommen als die anderen Schwalbacher Hobbygärtnerinnen und -gärtner.
Sieben Wochen nach Start des Wettbewerbs Mitte April waren am Wochenende Bastelarbeiten angesagt. Die KI kam nämlich mit einer Idee um die Ecke, die sie als „Gamechanger“ bezeichnet: die Vergrößerung des Eimers. Ein alter Eimer – der vom Kartoffelwettbewerb 2022 – musste dazu seinen Boden opfern. Der zurückgebliebene Zylinder verlängert jetzt den Eimer um ungefähr 20 Zentimeter. Damit konnte weitere Erde angehäufelt werden und „SZchen“ kann jetzt bis zur Oberkante des eigentlichen Eimers Knollen bilden. Fragt sich nur, was passiert, wenn am Ende des Wettbewerbs der Kragen abgenommen wird. Der Transport zum abschließenden Kartoffelfest im September scheint schwierig zu werden.
Nicht ganz einfach umzusetzen sind auch die Düngewünsche des virtuellen Kartoffel-Experten. Jeden Tag sollte in der vergangenen Woche die halbe Dosis eines kaliumbetonten Flüssigdüngers auf die Pflanze gegossen werden. Den richtigen Dünger gab es erst im dritten Geschäft nach langer Lektüre der Ingredienzen auf der Rückseite der Flasche. Und genau ein Sechstel einer Verschlusskappe abzumessen, ist auch nichts für zittrige Finger.
„ChatGPT“ geht davon aus, dass „SZchen“ mittlerweile ordentlich gewachsen sein sollte – was tatsächlich stimmt. Seit Samstag gibt es jeden Tag einen ganzen Liter Wasser. Für die exakte Ausführung muss jetzt noch ein Regenmesser her, denn die jüngsten Gewitter spülten ja bereits einen guten Teil davon in den Eimer. Und zu viel Wasser soll es ja auch nicht sein. Fortsetzung folgt.
Die Volumenvergrößerung mit einem alten Eimer bezeichnet „ChatGPT“ als „Gamechanger“. Foto: Schlosser

