Nancy Faeser diskutierte mit Abiturienten

Benjamin Herbst (links) und Noelia Pitula (Mitte) interviewten die SPD-Bundestagsabgeordnete Nancy Faeser im Mehrzweckraum der Albert-Einstein-Schule.Foto: Wahlkreisbüro/Harnisch

Schwalbach (sz) – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nancy Faeser hat Mitte September die Albert-Einstein-Schule (AES) besucht. Mit Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs sprach sie über innere Sicherheit, Extremismus und Bildungspolitik. Zwei Schüler des Politikwissenschaft-Leistungskurses moderierten das Gespräch.

Anderthalb Stunden lang stellte sich Nancy Faeser den Fragen des Abiturjahrgangs. Die Jugendlichen hatten diese zuvor im Unterricht vorbereitet. Einen Schwerpunkt bildete die innere Sicherheit. Die Schülerinnen und Schüler wollten unter anderem wissen, wie die Sicherheitsbehörden auf aktuelle Bedrohungen reagieren und vor welchen Herausforderungen sie durch Cyberkriminalität stehen. Außerdem ging es um die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Terrorismus sowie um Prävention und politische Bildung.

Ausführlich beschäftigte sich die Runde auch mit der Bildungspolitik. Dabei standen konkrete Fragen aus dem Schulalltag im Mittelpunkt. Die Jugendlichen wollten von Nancy Faeser unter anderem wissen, wie Schulen besser ausgestattet werden können, was Lehrkräfte für ihre Arbeit benötigen und wie sich Schülerinnen und Schüler gezielter fördern lassen.

Zur Sprache kamen außerdem die Ergebnisse der Pisa-Studie 2025, nach denen Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften nur noch das Durchschnittsniveau der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OSZE) erreicht. In allen drei Bereichen waren die niedrigsten Ergebnisse seit Beginn der Pisa-Erhebungen festgestellt worden. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten vor diesem Hintergrund mit der Bundestagsabgeordneten darüber, wie die Bildungspolitik reagieren und mehr Chancengerechtigkeit erreichen kann.

Auch grundsätzliche politische Fragen spielten eine Rolle. So beschäftigte die Jugendlichen, wie Parteien die Lebenswirklichkeit der Menschen besser abbilden können und wie die Gesellschaft mit politischen Konflikten und Extremismus umgehen sollte. Zudem ging es um die Frage, welchen Beitrag Schulen zur Stärkung der Demokratie leisten können.

„Politik darf nicht nur über junge Menschen sprechen – sie muss ihnen zuhören. Gerade deshalb sind solche Gespräche in Schulen wichtig. Die Fragen der Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie sich sehr konkret mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen und klare Vorstellungen davon haben, was sich verändern muss“, sagte Nancy Faeser im Anschluss an das Gespräch.



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