Steinbach (stw). „Die SPD Steinbach setzt sich seit Jahren für die Sanierung des Sportareals rund um die Altkönighalle ein. Die Halle, die Umkleiden des FSV und LC. Das Sportgelände ist nicht nur ein Ort für Training und Wettkämpfe, sondern ein Treffpunkt für Familien, Kinder und Vereine. Wir wollen, dass es fit für die Zukunft wird“, forderte SPD-Vorsitzender Moritz Kletzka. Seit der Bürgermeisterwahl 2019 stehe die Modernisierung oder der mögliche Neubau der Gebäude auf dem Areal ganz oben auf der SPD-Agenda. Nach mehreren Initiativen und einer 2022 angestoßenen Machbarkeitsstudie, die 2024 vorgestellt worden wäre, habe die Stadt Gelder für die Erstellung eines Sanierungskonzepts in den Haushalt eingestellt. Wie der Bürgermeister auf eine Anfrage der SPD-Fraktion jedoch mitgeteilt habe, sei dieses Konzept bislang nicht beauftragt worden, obwohl die finanziellen Mittel dafür bereitstünden, betonten die Mitglieder der SPD Steinbach. „Das ist enttäuschend, denn ohne ein klares Konzept fehlt die Richtung“, sagte Kletzka. „Gemeinsam mit dem Koalitionspartner hat die SPD dennoch gehandelt: Für die Jahre 2026 und 2027 wurden bereits 600 000 Euro im Haushalt verankert – ein Anfang, aber angesichts geschätzter Kosten von über 7,5 Millionen Euro nicht ausreichend. Ein kompletter Neubau würde rund 17 Millionen Euro kosten und ist derzeit nicht realistisch.“ Hoffnung gebe ein neues Förderprogramm des Bundes: Unter dem Titel „Sanierung kommunaler Sportstätten“ stelle der Bund 333 Millionen Euro für die Modernisierung bestehender Anlagen bereit. Gefördert würden Projekte mit Summen zwischen 250 000 Euro und 8 Millionen Euro. Der Bund übernehme bis zu 45 Prozent der Kosten, bei Kommunen in Haushaltsnotlage sogar bis zu 75 Prozent, weiß Kletzka.
Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Nancy Faeser, bis vor kurzem Bundesministerin des Innern und damit auch zuständig für den Sport, besuchte die SPD das Steinbacher Sportareal. Faeser zeigte sich beeindruckt vom Engagement am Ort: „Steinbach hat eine außergewöhnlich lebendige Vereinslandschaft. Die Vielzahl der Angebote und die große Bandbreite an Altersgruppen, die hier aktiv sind, ist wirklich bemerkenswert“, lobte Faeser. Besonders hob sie das ehrenamtliche Engagement hervor, das hinter den sportlichen Aktivitäten steht. Klaus Weinberg, SPD-Magistratsmitglied und langjähriger Befürworter der Sanierung, betont im Gespräch mit Faeser die Bedeutung der Jugendarbeit: „Gerade im Sport wird Integration in Steinbach gefördert, indem sie dort tagtäglich gelebt wird.“
Die SPD wolle nun darauf drängen, dass die Stadtverwaltung zeitnah die erste Projektskizze mit der Gesamtfinanzierung des Projektes für das Förderprogramm erstelle, führte Kletzka weiter aus, die Projektskizze müsse bis zum 15. Januar 2026 eingereicht werden.„Die zu erwartende hohe Anzahl potenzieller Antragsteller macht unseres Erachtens schnelles Handeln unabdingbar, nicht zuletzt, um die Dringlichkeit für Steinbach zu unterstreichen“, fügte Weinberg hinzu. „Jetzt kommt es darauf an, schnell zu handeln“, ergänzte Faeser. Mit einer rechtzeitigen Bewerbung könne Steinbach wichtige Weichen für eine moderne und zukunftsfähige Sportanlage stellen.
In Anbetracht der drängenden Zeit will die SPD das Thema im Magistrat ganz oben auf die Agenda setzen, um gemeinsam mit FDP, CDU und Grünen eine tragfähige Lösung für die kommenden Jahre herbeizuführen. Ziel sei es, parteiübergreifend Verantwortung zu übernehmen und die Chance auf Fördermittel nicht ungenutzt zu lassen. „Hier geht es nicht um Parteipolitik, sondern um die Zukunft unseres Sportstandorts“, bekräftigte Kletzka.
Kletzka dankte in diesem Zusammenhang dem parteilosen SPD-Stadtrat Klaus Weinberg, der sich seit 2021 unermüdlich für das Projekt engagiert, sowie Heike Schwab, Fraktionsmitglied und Vorsitzende des TuS, die regelmäßig selbst Kurse in der Altkönighalle leitet. „Ohne diesen Einsatz wäre das Thema nicht so präsent geblieben“, sagte Kletzka.
Das Ziel der SPD ist klar: Ein moderner Sportpark, der nicht nur den Vereinen dient, sondern allen Bürgern – als Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft.
Sind sich einig in Sachen Sanierung Sportzentrum: die Mitglieder der SPD Steinbach mit der Bundestagsabgeordneten Nancy Faeser vor der Altkönighalle: „Jetzt kommt es darauf an, schnell zu handeln!“Foto: SPD
