Höhenflüge auf kraftstrotzendem Familien-„Krokodil“

Foto: Gemeinde Sulzbach

Sulzbach (bs) – Auf dem Spielplatz im Sulzbacher Heinrich-Kleber-Park lässt ein seit Mitte Dezember 2020 schmerzlich vermisster „Geräteklassiker“ Kinderherzen wieder höher schlagen: Der örtliche Bauhof verpasste der im Volksmund als „Krokodil“ bekannten langen Schaukel eine Frischzellenkur – seit dem 2. März dient der Rücken des ungemein familienverträglichen Großreptils endlich wieder als Ausgangspunkt für Höhenflüge. Nach Auskunft des Bauhofs fielen Ende vergangenen Jahres am Holzkörper des beliebten „Wechselblüters“ mehrere faule Stellen ins Auge, die eine Reparatur unumgänglich machten.

Zunächst wurden die betroffenen Bereiche behutsam ausgesägt und neue Holzteile eingeleimt. Nach der Trocknungsphase erfuhr der „Patient“ buchstäblich einen Holz- und Metall-Feinschliff, eine Grundierung sowie einen zweifachen Farbanstrich. Nun strotzt das „Krokodil“ mit seinen immerhin auch schon stolzen 70 Jahren förmlich vor Kraft und schaut den zu erwartenden Dauerschaukeleinheiten im Frühjahr und Sommer gelassen entgegen. Die jungen Nutzer*innen sowie deren Eltern und Verwandte können sich darauf verlassen, dass sie auf sicherem Rücken sitzen. Bürgermeister Elmar Bociek persönlich unterzog den Dauerbrenner einem Belastungstest – und gelangte danach zu dem euphorischen Urteil: „Top-Arbeit unseres Bauhofs! Das ‚Krokodil‘ ist fit wie nie zuvor!“

Aus dem Bauhof kam indes die kleine historische Randnotiz, dass es sich ursprünglich gar nicht um ein „Krokodil“ gehandelt habe, sondern vielmehr um eine Anfang der 50er-Jahre gefertigte Wikinger-Drachenschaukel, die wohl eine der letzten dieser Art sein dürfte. Der Bürgermeister nahm diese Anekdote dankbar zur Kenntnis – und stellt schmunzelnd fest: „Da sieht man wieder, dass sich die allgemeine Wahrnehmung nicht immer an die Vorgabe hält und eigenen Pfaden folgt.“

Währenddessen gibt es Neues vom Spielplatz „Grüne Achse 2“ alias „Ritterspielpatz“ zu berichten: Bei der Reparatur des dortigen Trampolins stellte sich heraus, dass sich eine Instandsetzung aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht mehr lohnt. Deshalb erfolgte die Bestellung eines nagelneuen Exemplares, dessen Lieferung und Bereitstellung frühestens ab Mitte April 2021 zu erwarten ist.



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