VhU warnt vor Abschaffung von Minijobs

Main-Taunus (kez) – Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) Rhein-Main-Taunus warnt vor einer Abschaffung von Minijobs. Hintergrund sind Überlegungen der Rentenkommission, geringfügige Beschäftigungen künftig stärker mit Abgaben zu belasten.

Nach Angaben der VhU wären im Main-Taunus-Kreis rund 17.350 Menschen betroffen, die ihren Minijob im Nebenerwerb ausüben – etwa Studierende, Rentner oder Beschäftigte mit einem Zweitjob. Weitere knapp 21.990 Menschen seien ausschließlich geringfügig beschäftigt. Eine Abschaffung der Minijobs würde nach Ansicht der Unternehmerverbände kaum zusätzliche Vollzeitkräfte schaffen, sondern stattdessen die Schwarzarbeit fördern.

VhU-Geschäftsführer Thomas Frey sprach sich stattdessen für bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten und eine Senkung der Sozialabgaben aus. Arbeit müsse durch „mehr Netto vom Brutto“ attraktiver werden. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt verwies Frey zudem auf die aktuelle Entwicklung im Main-Taunus-Kreis: Im Juli waren dort 7.462 Menschen arbeitslos – 89 mehr als im Vormonat. Eine Entspannung der Lage sei derzeit nicht in Sicht.



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