Bad Homburg (hw). Unter der Leitung von Robert Krebs, dem Organisten der Kirche und Leiter des Rodheimer Männerchores, fand vergangenen Sonntag eine Benefizveranstaltung statt: Anlass war die Renovierung der 300 Jahre alten Waldenserkirche in Bad Homburg-Dornholzhausen.
Die mitwirkenden Künstler wurden eingangs durch die Pfarrerin der Kirche, Nathalie Ende, begrüßt und vorgestellt.
Moderator und Mitsänger bei der Eintracht Rodheim, Wolfgang Fitzner, führte mit historischen Erzählungen über die Migration von Waldensern und Hugenotten vor 340 Jahren durch das Programm.
Viele historische Persönlichkeiten traten in Fitzners Erzählungen auf, unter anderem der französische König Ludwig XIV, der im Jahre 1685 entschied, die Tolerierung des calvinistischen Glaubens der Hugenotten und Waldenser zu beenden. Ebenso die hessischen Landgrafen Friedrich II von Homburg und Karl von Kassel, die den Hugenotten und Waldensern Asyl gewährten und ihre Ansiedlung ermöglichten. Die auftretenden Künstler umrahmten die Geschichtserzählung immer wieder mit Gesängen, Gedichten und Musik: dem Orgelspiel (Robert Krebs), der Harfe (Sofia Redeker), den Flöten (Tobias Witzlau und Robert Krebs) und diversem Schlagwerk (Tobias Witzlau). Neben dem Rodheimer Männerchor glänzte Walter Hess mit seinem Sologesang. Anfang und Ende der Veranstaltung wurden eingerahmt von dem Vokalvortrag von Uschi Weißensee und Frank Demmer: „Irgendwo auf der Welt gibt‘s ein kleines Stückchen Glück“.
Dementsprechend steht an der Kanzel der Waldenserkirche der Text: „Je trouve ici mon asile“, auf Deutsch: „Hier habe ich Zuflucht gefunden“. Möge dieses 300 Jahre alte Gotteshaus noch lange bestehen!

