Der Geschichte eine Zukunft geben

Bad Homburg (hw/eh). Mit einem Blick zurück auf acht Jahrzehnte Kulturgeschichte – und zugleich mit einem klaren Blick nach vorn – haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG) im Schloss Bad Homburg ihr Jubiläumsjahr eröffnet. Bei einer Pressekonferenz stellten der Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels und SG-Direktorin Kirsten Worms das Programm zum 80-jährigen Bestehen der Institution vor. In den kommenden Monaten möchte die SG einem möglichst breiten Publikum ihre Kulturschätze sowie ihre tägliche Arbeit präsentieren. Unter dem Motto „Wir geben Geschichte Zukunft“ sollen im Laufe des 80. Jubiläumsjahres 80 Veranstaltungen stattfinden – von Expertenführungen über Aktionstage bis hin zu Einblicken hinter die Kulissen der Denkmalpflege.

„Nur wer seine Wurzeln kennt, kann in der Zukunft wachsen“, sagte Gremmels. Der Minister gratulierte der Institution herzlich zum Jubiläum und verband dies mit einem ausdrücklichen Dank „für Leidenschaft und Kreativität“ sowie an „das ganze Team um Kirsten Worms“. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen, so Gremmels, seien heute „nicht nur Hüter des kulturellen Erbes, sondern auch Gestalter seiner Zukunft“. Dass diese Aufgabe längst nicht nur ideeller Natur ist, machte der Minister ebenfalls deutlich. „Das kulturelle Erbe zu bewahren und zukunftsfähig und dabei auch spannend zu machen, stellt uns vor großen Herausforderungen. Herausforderungen, nicht nur finanzieller Art“, sagte er. Allein im vergangenen Jahr standen nach seinen Worten 25 Millionen Euro für die 48 Schlösser, Burgen, Klöster, Gärten und Parks im Landeshaushalt bereit. Zugleich schwang eine gewisse Nüchternheit mit: „Zum 80. Geburtstag gab es kein Geschenk vom Finanzminister“, merkte Gremmels an. Doch dass der Etat trotz Sparzwängen gehalten worden sei, „ist schon viel wert“.

Vor allem der Klimawandel werde die Denkmalpflege in den kommenden Jahren weiter prägen. Es gehe darum, historische Anlagen „resilient zu machen in Zeiten des Klimawandels“, sie also klimaresistent weiterzuentwickeln, „ohne dabei ihren historischen Charakter zu verlieren“. Dass dieser Spagat aufwendig und teuer ist, verschwieg der Minister nicht: „Resilienz ist keine günstige Herausforderung.“

Wir geben Geschichte Zukunft

SG-Direktorin Kirsten Worms betonte: „Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, transparent zu machen, wie vielfältig und zeitgemäß unsere Arbeit ist – von der Bauunterhaltung und der Restaurierung historischer Ausstattung über die Pflege denkmalgeschützter Parkanlagen bis hin zur digitalen Vermittlung. Wir möchten alle Menschen einladen, unsere Kulturschätze neu zu entdecken und mit uns darüber ins Gespräch zu kommen, was kulturelles Erbe heute bedeutet und wie wir es in die Zukunft tragen.“

Der runde Geburtstag steht unter einem ebenso programmatischen wie selbstbewussten Motto: „Wir geben Geschichte Zukunft.“ Damit machen die SG deutlich, dass es längst nicht mehr nur um die Bewahrung historischer Mauern geht, sondern um die Frage, wie kulturelles Erbe heute vermittelt, geschützt und weiterentwickelt werden kann.

Dass das Jubiläum der Staatlichen Schlösser und Gärten mit dem 80-jährigen Bestehen des Landes Hessen zusammenfällt, ist dabei mehr als nur ein historischer Zufall. Es ist ein Gleichklang, der die besondere Bedeutung dieser Institution für das kulturelle Selbstverständnis des Landes unterstreicht.

Wohlfühl- und Erholungsorte

SG-Direktorin Kirsten Worms knüpfte daran an und machte deutlich, dass die Institution heute weit mehr ist als eine klassische Denkmalverwaltung. „Wir umspannen 2000 Jahre Geschichte“, sagte sie mit Blick auf die 48 Liegenschaften in ganz Hessen – von römischen Spuren über mittelalterliche Burgen bis hin zu barocken Schlossanlagen und Welterbestätten. Zugleich seien diese Orte für viele Menschen ganz unmittelbare Lebens- und Erholungsräume: „Wir sind auch Naherholungsgebiete und attraktive Ausflugsziele für die Menschen.“ Oder, wie Worms formulierte: „Wir haben diese Wohlfühl- und Erholungsorte.“

Genau darin liegt eine besondere Stärke der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen: Sie verbinden kulturhistorische Bedeutung mit öffentlicher Zugänglichkeit. „Offenheit, Teilhabe ist uns wichtig“, betonte Worms. Dass viele Parks und Anlagen frei zugänglich sind, sei ein bewusstes Signal: „Unsere Parks und Schlösser sind jederzeit kostenfrei zugänglich.“

Dabei stemme die SG mit ihren 334 Beschäftigten ein großes Pensum. „Es ist enorm, was wir mit unserer Personalausstattung schaffen und auf welchem Niveau“, sagte Worms. Ein Thema, das ihr persönlich besonders am Herzen liegt, sei die Nachwuchsförderung und die Zukunft des Hauses als attraktiver Arbeitgeber.

Verantwortung für das kulturelle Erbe

Nachdem am 19. September 1945 die amerikanische Militärregierung die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau sowie den Volksstaat Hessen zum Land Groß-Hessen vereinigt hatten, entstand die Notwendigkeit einer eigenen Verwaltung zur Sicherung seiner Kulturschätze. Per Erlass des Großhessischen Staatsministers für Kultus und Unterricht wurde Landeskonservator Dr. Friedrich Bleibaum zum 1. April 1946 mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden sowie Darmstadt beauftragt. Hieraus entwickelte sich die zunächst in Marburg angesiedelte Verwaltung, die seit 1951 ihren Sitz im Schloss Bad Homburg hat und seit 2020 als Staatliche Schlösser und Gärten Hessen firmiert.

2.000 Jahre Geschichte an 48 Orten

Die Bandbreite der von der SG betreuten Anlagen ist einzigartig. Sie reicht von imposanten Zeugnissen staufischen Burgenbaus über opulente Garten- und Schlossanlagen des Barocks zu weltbekannten Zielen wie dem Niederwalddenkmal und der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch. Von römischen Limeskastellen des 2. Jahrhunderts bis zum Zeppelindenkmal des 20. Jahrhunderts vereint die Schlösserverwaltung Kulturdenkmale aus fast zwei Jahrtausenden unter einem Dach. Ihre Arbeit folgt dem gesetzlichen Auftrag, diese Kulturschätze heute und für künftige Generationen zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Sehenswürdigkeiten der SG haben sich als sehr beliebte Ausflugsziele etabliert: Im vergangenen Jahr 2025 wurden knapp 3.045.000 Menschen gezählt – Spitzenreiter bei den Besuchszahlen sind dabei das Niederwalddenkmal mit Osteinschem Park oberhalb von Rüdesheim, gefolgt von Kloster Lorsch und dem Kloster Seligenstadt.

Direktorin Kirsten Worms betont: „Unsere Schlösser, Burgen, Klöster und Gärten sind lebendige Orte. Sie erzählen Geschichte und eröffnen Perspektiven für die Gegenwart. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, transparent zu machen, wie vielfältig und zeitgemäß unsere Arbeit ist – von der Bauunterhaltung und der Restaurierung historischer Ausstattung über die Pflege denkmalgeschützter Parkanlagen bis hin zur digitalen Vermittlung. Wir möchten alle Menschen einladen, unsere Kulturschätze neu zu entdecken und mit uns darüber ins Gespräch zu kommen, was kulturelles Erbe heute bedeutet und wie wir es in die Zukunft tragen.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Worms sprach von einer „weiteren Herausforderung neben dem Klimawandel“. Gleichzeitig bietet sie große Chancen: mit der Kunstschätze-App, mit der Besucher historische Orte digital entdecken können, und mit der Online-Sammlung, die die Bestände der SG frei zugänglich ins Netz bringt. Hinter diesem Projekt steht ein klares kulturpolitisches Verständnis: Wissen soll nicht hinter Mauern bleiben. Der Open-Access-Gedanke, also der freie Zugang zu kulturellem Erbe, werde bewusst verfolgt. Es gehe um nichts Geringeres als um eine „Demokratisierung des Wissens“. Auch das ist ganz im Sinne des Jubiläumsmottos: Geschichte soll nicht nur bewahrt, sondern in die Gegenwart übersetzt werden.

Gleichzeitig verlieret die SG ihre klassischen Aufgaben nicht aus dem Blick. Die Verbindung von Erhalt, Pflege, Forschung und Vermittlung bleibt das Fundament ihrer Arbeit. „Wir haben einen Schatz, den wir weiterentwickeln wollen“, sagte Worms. Gerade in den historischen Parks sei das eine Aufgabe mit langem Atem: „Denn viele unserer Bäume sind 200 Jahre alt und älter.“ Auf den Klimawandel reagiert die Institution unter anderem mit automatischer Bewässerung in den Nachtstunden, mit Zisternen, Brunnen, speziellen Nachzuchten und sogar mit Experimenten zu südeuropäischen Pflanzensorten.

Kulturschätze auch digital erleben

Die 2024 gelaunchte SG-Kulturschätze-App bietet Audio-Rundgänge, Hintergrundinformationen und aktuelle Veranstaltungshinweise unmittelbar auf dem mobilen Endgerät. Derzeit können so 16 Orte der SG mit Führungen für Erwachsene und Kinder in deutscher und englischer Sprache entdeckt werden. Führungen in leichter Sprache werden das Angebot in naher Zukunft ergänzen. Nicht nur in Bezug auf die Hörführungen ist das Smartphone die erste Wahl: Auch von den gut 487.000 Besuchenden der SG-Website im Jahr 2025 griffen 68 Prozent über das Handy zu. Die Online-Sammlung ermöglicht kostenfrei einen ortsunabhängigen Zugang zu Sammlungsbeständen und wissenschaftlichen Informationen.

Jubiläumsmagazin „Facettenreich“

Das zum aktuellen Jubiläum erschienene Magazin „Facettenreich“ gibt neben einer Rückschau auf die Geschichte der SG anhand beispielhafter Projekte Einblicke in die Bau- und Gartendenkmalpflege, Restaurierungsprozesse, Ausstellungen und Vermittlung. Das Magazin versteht sich zugleich als Würdigung der Mitarbeitenden, Kooperationspartner, Ehrenamtlichen und Förderer, die den Erhalt der hessischen Kulturschätze möglich machen.

80 Veranstaltungen bis zum Winter

Wie sehr die SG diesen Wandel aktiv gestalten wollen, zeigt sich auch im Jubiläumsprogramm selbst. Unter dem Motto „Wir geben Geschichte Zukunft“ sind bis zum Winter 80 Veranstaltungen geplant – darunter Sonderführungen, Vorträge, Aktionstage und Formate für Familien. Ziel ist es, die Arbeit hinter den Kulissen sichtbar zu machen: Restaurierung, Bau- und Gartendenkmalpflege, Forschung und digitale Vermittlung. „Blicke hinter die Kulissen und Aktionstage“ kündigte Worms an. Auch über klassische Führungen hinaus wollen die SG präsenter werden. So wird eine mobile Tafelausstellung bei Veranstaltungen, auf Messen und auch beim Hessentag zu sehen sein. Sie soll transparent machen, was sonst oft im Verborgenen geschieht: wissenschaftliche Forschung, Restaurierungsprojekte, gartendenkmalpflegerische Maßnahmen und digitale Angebote. Das Angebot sei bewusst breit gefächert, so Worms, „für jeden ist etwas dabei“.

Gerade im Schloss Bad Homburg, dem Verwaltungssitz und zugleich einem der wichtigsten Standorte, sei in den vergangenen Jahren viel investiert worden. Worms erinnerte an die Weiterentwicklung der Kaiserlichen Appartements, an das hergerichtete Café und an Veränderungen im Englischen Flügel, wo mittelfristig ein neues museales Projekt entstehen soll. Bad Homburg wird damit auch im Jubiläumsjahr zur Bühne der Geschichte – nicht museal verstaubt, sondern lebendig, offen und im Wandel.

Das Bad Homburger Schloss spielt im Jubiläumsjahr eine zentrale Rolle. Unter dem Motto „Wir geben Geschichte Zukunft“ lädt die Schlösserverwaltung 2026 zu zahlreichen Veranstaltungen ein, die einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen der Denkmalpflege und Restaurierung ermöglichen.

Besondere Einblicke zum Jubiläum

Unter dem Motto „Wir geben Geschichte Zukunft“ möchte die SG ihre Arbeit sichtbar machen. Die 80 ausgewählten Veranstaltungen bieten Einblicke hinter die Kulissen von Denkmalpflege und Forschung, dokumentieren die moderne Arbeitsweise, die sich innovativer Techniken bedient, und zeigen, dass sich das Vermittlungsprogramm der SG an ein breites Publikum von kulturhistorisch Interessierten bis zu Familien mit Kindern richtet. Experten- und Sonderführungen, Vorträge und Aktionstage ermöglichen dabei neue Perspektiven auf bekannte Orte und verborgene Objekte.

Bereits im April beginnt das Programm mit mehreren Spezialführungen, wie zum Beispiel zum Thema „Digitale Unterstützung für Restaurierungsmaßnahmen -Aktuelle Techniken und ihre Anwendung am Beispiel der Kaiserlichen Appartements“. Auch im Bereich der Restaurierung hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Zahlreiche neue Techniken werden hier angewendet, um 3D- Scans, Drucke und digitale Rekonstruktionen zu erstellen. Am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr zeigt Restauratorin Nora Möritz, in einer Führung, wie digitale Technik heute bei Restaurierungsmaßnahmen eingesetzt wird – am Beispiel der berühmten Kaiserlichen Appartements im Schloss Bad Homburg. Restauratorin Nora Möritz gibt anhand anschaulicher Beispiele aus den Kaiserlichen Appartements des Königsflügels Einblicke an die Herangehensweise für Rekonstruktionen von Fehlstellen. Dabei stellt sie historische sowie moderne Techniken gegenüber und beleuchtet diese mit Bezug zur Ethik der Restaurierung.

Nur zwei Tage später, am Samstag, 18. April, führt Restaurator Gerd Hermann durch die Welt der höfischen Möbelkunst des 18. und 19. Jahrhunderts und erläutert die Arbeit der Schreiner und Ebenisten am Bad Homburger Hof.

Ein spannender Blick auf das höfische Leben erwartet Besucher am Donnerstag, 23. April. Kunsthistoriker Thomas Aufleger widmet sich in einer Führung Mode und Schönheitsidealen vergangener Jahrhunderte– von Miedern über Bleiweiß bis hin zu kunstvollen Frisuren. Am Samstag, 25. April, stehen die kunstvollen Lacktafeln der Landgräfin Eliza im Mittelpunkt, deren Geschichte Restauratorin Brigitte Hagedorn im Elisabethflügel des Schlosses erläutert.

Auch im Mai geht das Programm weiter: Am Mittwoch, 6. Mai, beleuchtet Restauratorin Dorothee Schulz-Pillgram in einem Vortrag die Arbeit des Hofkünstlers Johann Wilhelm Wendt und seine Restaurierungen um 1790. Wenige Tage später, am Sonntag, 10. Mai, können Besucher bei einer Führung durch die Kaiserlichen Appartements erfahren, wie kunsthandwerkliche Objekte hergestellt, gepflegt und restauriert werden.

Mit der Architektur des Schlosses beschäftigt sich eine Führung am Donnerstag, 21. Mai, bei der Restauratorin Nora Möritz über die Herausforderungen bei der Erhaltung historischer Steinfassaden spricht. Am Freitag, 29. Mai, steht dann ein Thema im Mittelpunkt, das meist im Verborgenen bleibt: Restauratorin Lea Hübner erklärt in einem Vortrag, wie Museen Kulturgüter auf mögliche Notfälle vorbereiten und präventiv schützen.

Im Sommer rücken weitere Aspekte der Restaurierungsarbeit in den Fokus. Am Freitag, 12. Juni, erfahren Besucher mehr über die Geschichte und Technik der Turmuhr des Schlosses, während am Samstag, 20. Juni, die Restaurierung historischer Stoffe und Textilien im Königsflügel vorgestellt wird. Am Freitag, 26. Juni, öffnet schließlich die Werkstatt für Möbelrestaurierung ihre Türen und zeigt, welche Spuren die Geschichte auf einem Schreibsekretär der Grafen zu Erbach hinterlassen hat.

Auch der Juli hält ein besonderes Angebot bereit: Am Freitag, 17. Juli, erläutert Restauratorin Susanne Danter ihre Arbeit als Gemälderestauratorin an historischen Gemälden am Beispiel eines Porträts von Kaiser Wilhelm I.

Ein Höhepunkt im Spätsommer ist der kostenfreie Aktionstag „Wissen wächst im Garten“ am Sonntag, 6. September, im Schlosspark Bad Homburg, der sich besonders an Familien richtet und die historische Gartenkunst spielerisch erlebbar macht.

Im Herbst folgen weitere Veranstaltungen im Schloss selbst. Am Dienstag, 8. September, widmet sich Historiker Dr. Jan Markert der engen Verbindung von Kaiser Wilhelm I., Kaiserin Augusta und Bad Homburg als mondänem Kurort des 19. Jahrhunderts. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, öffnen sich zudem die Türen der Schlosskirche, die sowohl Stadtkirche als auch Fürstengruft ist.

Am Donnerstag, 17. September, beleuchtet eine Führung das kulturelle Wirken Landgraf Friedrichs II. am Bad Homburger Hof.

Am bundesweiten Aktionstag „Klimawandel in historischen Gärten und Parks“ am Samstag, 26. September, erläutert Gartenleiter Peter Vornholt die Klimawandelfolgen und -strategien im Schlosspark Bad Homburg. Die Besucher erhalten Einblicke in die Arbeit des Gartenteams, das den aktuellen Herausforderungen mit verschiedenen Maßnahmen zur Anpassung begegnet.

Ende September wird es literarisch: Am Dienstag, 29. September, lesen Landgräfin Floria von Hessen und Professor Frank Müller aus historischen Briefen und geben Einblicke in persönliche Zeugnisse vergangener Zeiten.

Ein besonderer Blick hinter die Kulissen erwartet Besucher schließlich am Samstag, 18. Oktober, beim Europäischen Tag der Restaurierung, wenn im Schloss Bad Homburg offene Werkstätten Einblicke in die Arbeit der Restauratorinnen und Restauratoren ermöglichen.

Den Abschluss des Bad Homburger Programms bilden zwei Veranstaltungen im Oktober und November: Am Dienstag, 27. Oktober, spricht Kunsthistoriker Hendrik Ziegler über die Palästinareise von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria, während am Donnerstag, 29. Oktober, nochmals eine Führung zu Mode und Schönheitsidealen am Hof angeboten wird. Am Samstag, 21. November, schließlich geht es um asiatische und europäische Lackkunst im Boisierten Kabinett – und damit um ein faszinierendes Kapitel internationaler Kunstgeschichte im Bad Homburger Schloss.

Mit diesen vielfältigen Veranstaltungen lädt das Jubiläumsjahr dazu ein, das Schloss und den Schlosspark Bad Homburg neu zu entdecken – nicht nur als historisches Bauwerk, sondern als lebendigen Ort der Erholung, der Forschung und Restaurierung und der Kulturvermittlung.

Die Teilnahme an den eineinhalbstündigen Führungen kostet jeweils 12 Euro pro Person, ermäßigt 9,00 Euro. Weitere Informationen und Tickets finden Interessierte unter www.schloesser-hessen.de/jubilaeumsprogramm.

Die Räume der Kaiserlichen Appartements wurden aufwändig restauriert.

©SG, Foto: Michael Leukel

Vor historischer Kulisse präsentierten Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) und SG-Direktorin Kirsten Worms ein Jubiläumsprogramm, das gleichermaßen Rückblick, Gegenwart und Zukunft verbindet.

Vor historischer Kulisse präsentierten Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) und SG-Direktorin Kirsten Worms ein Jubiläumsprogramm, das gleichermaßen Rückblick, Gegenwart und Zukunft verbindet. Foto: eh

Vor historischer Kulisse präsentierten Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) und SG-Direktorin Kirsten Worms ein Jubiläumsprogramm, das gleichermaßen Rückblick, Gegenwart und Zukunft verbindet. Foto: eh

Zum Jubiläum gibt das Magazin „Facettenreich“ spannende Einblicke in die Aufgaben und Arbeit der SG, das Jubiläumsprogramm unter dem Motto. Foto: eh

Weitere Artikelbilder



X