Dornholzhausen hält an seinem Tanz in den Mai fest – Taunus-Pfadfinder stellen neues Konzept vor

Die Taunus-Pfadfinder führen den beliebten „Tanz in den Mai“ in Dornholzhausen weiter – künftig als geschlossene Veranstaltung für Anwohner und eingeladene Gäste, um Sicherheit und Organisation zu gewährleisten.Foto: Taunus-Pfadfinder

Bad Homburg (hw). Seit fast zwei Jahrzehnten organisieren die Taunus-Pfadfinder den „Tanz in den Mai“ auf dem Gelände der Evangelischen Waldenser-Kirchengemeinde in Dornholzhausen. Was 2007 mit fünf Biertischgarnituren begann, entwickelte sich zu einem beliebten Gemeindefest, das längst Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Stadt anzieht. Zuletzt kamen rund 1.600 Gäste. Für viele Dornholzhäuser ist das Fest ein fester Bestandteil des Jahreskalenders.

Doch in den vergangenen Jahren entstand parallel eine eigenständige Feier junger Menschen in der Lindenallee – mit Folgen. Umfragen zeigten, dass viele der dort Feiernden gar nicht wissen, dass es ein offizielles Fest der Pfadfinder gibt. Auf Schulhöfen hat sich die Parallelveranstaltung als eigenes Event etabliert. Müll, Lärm und unangemessenes Verhalten führten zu wachsender Unzufriedenheit bei den Pfadfindern, die mit dieser Entwicklung nicht in Verbindung gebracht werden möchten.

Der „Tanz in den Mai“ selbst litt unter der Situation. Allein im vergangenen Jahr mussten knapp 3.000 Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen aufgebracht werden, um das Festgelände zu schützen und den Zugang zu kontrollieren. Das eigentliche Fest verlief zwar reibungslos und wurde von den Gästen sehr geschätzt, doch die Belastung durch die Ereignisse in der Lindenallee blieb bestehen. Wichtig ist den Pfadfindern: Der dort entstandene Müll stammt zu 100 Prozent nicht von ihrem Fest – Getränke werden ausschließlich in vereinseigenen Bechern und Gläsern ausgegeben.

Nach der Veranstaltung 2025 stand sogar im Raum, das Fest künftig nicht mehr auszurichten. Doch schnell zeigte sich, wie groß die Unterstützung im Ort ist. Viele Dornholzhäuser machten deutlich, dass sie hinter den Pfadfindern stehen und das Fest keinesfalls verlieren möchten. Auch aus der Politik kam der Wunsch, den „Tanz in den Mai“ zu erhalten; der Ortsbeirat bot seine Unterstützung an.

Ein Jahr lang wurde nun intensiv über die Zukunft des Festes beraten. Das Ergebnis: Die Taunus-Pfadfinder führen den „Tanz in den Mai“ fort – allerdings mit einem neuen Konzept. „Es soll ein Fest für die Dornholzhäuser sein. Für die Vereinsmitglieder und deren Freunde“, betonen die Verantwortlichen.

Kern der Neuausrichtung ist eine geschlossene Veranstaltung. Es wird keinen freien Zugang und keine Abendkasse mehr geben. Stattdessen werden zwei Termine veröffentlicht, an denen sich Anwohnerinnen und Anwohner mit Wohnsitz in Dornholzhausen gegen Vorlage des Ausweises eine Zutrittskarte sichern können. Vereinsmitglieder erhalten zusätzlich ein begrenztes Kontingent für Familie und Freunde.

Am Veranstaltungsabend erhalten alle Gäste personalisierte Armbänder. Ohne vorherige Karte gibt es keinen Zutritt. Spontane Besuche von Schülerinnen und Schülern aus der Stadt werden damit wirkungslos – sie werden weder eingelassen noch auf anderem Wege Zugang erhalten. Wer unbefugt das Gelände betritt, muss mit konsequent durchgesetzten rechtlichen Schritten rechnen.

Das neue Konzept soll klarstellen, dass der „Tanz in den Mai“ ein friedliches, gut organisiertes Fest bleibt und nicht mit möglichen Parallelveranstaltungen im öffentlichen Raum verwechselt wird. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind positiv: Viele begrüßen die Entscheidung und freuen sich, dass das Fest weitergeführt wird.

Eine Änderung lässt sich jedoch nicht vermeiden: Für jede Zutrittskarte wird ein Beitrag von 5 Euro erhoben. Damit finanzieren die Pfadfinder die erheblich gestiegenen Sicherheitskosten. Auch in diesem Jahr wird wieder eine professionelle Security-Firma im Einsatz sein – personell sogar verstärkt. Die Pfadfinder bitten um Verständnis und danken allen Unterstützern für ihre Solidarität.

Die Kartenvergabe für den „Tanz in den Mai” findet am Sonntag, 22. März, von 15 bis 18 Uhr am Pfadfinderheim neben der Kirche sowie am Donnerstag, 30. April, ab 19 Uhr auf dem Gelände der Waldenser Ortskirchengemeinde Dornholzhausen statt. Die Ausgabe von Karten ist an diesem Tag ausschließlich Dornholzhäuserinnen und Dornholzhäuser mit Nachweis des Wohnsitzes vorbehalten.

Je nach verfügbaren Kontingent werden weitere Karten am Sonntag, 12. April, von 15 bis 18 Uhr am Pfadfinderheim neben der Kirche an Gäste außerhalb von Dornholzhausen vergeben.

Mitglieder der Taunus-Pfadfinder können ab Samstag, 28. März, Karten an ihre Familie und Freunde vergeben. Karten für Mitglieder gibt es beim Vorsitzenden und Bundeskornett. Aktuelle Informationen über noch verbleibende Kontingente werden über die Social Media Kanäle der Taunus-Pfadfinder aktuell verbreitet.



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