Bad Soden (bs) – Das Bad Sodener Ausstellungsjahr 2026 wird mit den textilen Arbeiten der Künstlerin Ursula Niehaus unter dem Titel „Der Stoff, aus dem die Bilder sind“ eröffnet. Zu sehen sind die Werke bis Sonntag, 22. Februar, in der Bad Sodener Stadtgalerie im Kulturzentrum Badehaus.
Die Ausstellung widmet sich der Wechselwirkung von Material und künstlerischer Idee. Gezeigt werden textile Arbeiten, die traditionelle Techniken ebenso aufgreifen wie experimentell neu deuten.
Zwischen Handwerk und freier Kunst eröffnet sich ein Spannungsfeld, in dem Fäden, Farben und Strukturen zu eigenständigen Bildträgern werden. „Stoffwechsel“ meint hier nicht nur den Wechsel des Materials, sondern auch den Dialog zwischen den Künsten.
Neben den Werken von Ursula Niehaus werden ausgewählte Skulpturen und Plastiken von Christian Hack, Carin Grudda und Alois Demlehner gezeigt.
Winteröffnungszeiten in der Stadtgalerie
Eröffnet wird die erste Ausstellung 2026 im Rahmen einer Vernissage am Sonntag, 11. Januar, um 11 Uhr.
Zu sehen sind die Werke bis Sonntag, 22. Februar, während der Winteröffnungszeiten Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Stoffe werden rar
Niehaus´ Stofflager ist gewaltig, die Farbe Pink jedoch ist rar geworden.
Die Künstlerin verarbeitet alles, was sie an Stoffen geschenkt bekommt, oder aber, was sie selbst zu Hause aussortiert hat. Für ihre Ausstellung in der Stadtgalerie Bad Soden bittet die Künstlerin Besucher der Vernissage um Stoffspenden in der Farbe Pink. Diese Stoffspenden werden eine Umwandlung und Metamorphose in neue Objekte erfahren.
Das Prinzip der Metamorphose ermöglicht es der Kunst, die Grenzen der Realität zu überschreiten und Prozesse darzustellen, die in der Natur oder im menschlichen Leben oft unsichtbar oder nur langsam wahrnehmbar sind.
Künstler nutzen dieses Prinzip, um tiefere Bedeutungen wie Wachstum, Veränderung, Wiedergeburt oder die Vergänglichkeit der Dinge auszudrücken. Die Darstellung kann auf verschiedene Weisen erfolgen – bei Ursula Niehaus kommen die Stoffe in Form einer Collage an die Betrachter ihrer Bilder zurück.
