Rund 120 Parteimitglieder und Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Main-Taunus kamen am Freitag zum Neujahrsempfang der Grünen ins Bürgerzentrum Niederhöchstadt. Festredner Mathias Wagner setzte sich zur Beantwortung der Fragen lauf den Bühnenrand. Fotos: Schlosser
Eschborn (ew). Gemeinsam veranstalteten am vergangenen Freitag der Kreisverband von B90/Die Grünen und der Ortsverein Eschborn den Neujahrsempfang der Partei im Bürgerzentrum von Niederhöchstadt.
Dazu kamen rund 120 Parteimitglieder und Interessierte aus dem ganzen Main-Taunus-Kreis zusammen. Sie wollten vor allem den bekannten Festredner des Abends hören, den Vorsitzenden der Landtagsfraktion Mathias Wagner. Der stellte gleich zu Beginn seiner Rede die Frage, ob man sich angesichts der vielen Krisen in der Welt überhaupt ein „gutes neues Jahr“ wünschen könne – und beantwortete die Frage gleich mit einem „Ja“. Es brauche allerdings eine Portion Optimismus.
Das gilt laut Mathias Wagner auch für den anstehenden Kommunalwahlkampf. „Wir bestimmen, wie wir sein wollen“, legte er seinen Parteifreunden nahe. Und deswegen sei es gerade auf der untersten Ebene wichtig, für die Demokratie einzutreten. Bei allen inhaltlichen Differenzen, die es zwischen den Parteien der Mitte naturgegemäß gibt, müssten das alle gemäßigten Kräfte gemeinsam tun: „Lasst uns schauen und sagen, was uns verbindet“, rief Wagner gerade auch den Vertreterinnen und Vertretern der anderen Parteien entgegen.
Den zweiten Vortrag des Abends hielt Dr. Maximilian Fries vom Verein „Europe Calling“, der gleichzeitig auch Kreisvorsitzender der Grünen in Düsseldorf ist. Er beleuchtete eindrucksvoll, wie es Parteien wie die AfD schaffen, die politische Diskussion auf Social Media wie „Instagram“ oder „Tiktok“ zu beherrschen. Erfolg könne man in einem solchen Umfeld nur haben, wenn man nicht mit einem fertigen Programm in den Wahlkampf zieht, sondern wenn man zunächst die Menschen erst einmal fragt, was sie wollen und was sie erwarten.
Beide Vorträge sorgten an den Stehtischen im Bürgerzentrum Niederhöchstadt für angeregte Diskussionen und sowohl Maximilian Fries als auch Mathias Wagner standen den Gästen des Neujahrsempfang dabei noch einmal Rede und Antwort.

