Friedrichsdorf (mas). Die Stimmen der Kommunalwahl sind fertig ausgezählt. Die CDU hat in Friedrichsdorf und im Hochtaunuskreis mit großem Abstand die meisten Stimmen bekommen.
In Hessen fand am Sonntag die Kommunalwahl statt. In Friedrichsdorf sind erneut sechs Parteien zur Wahl angetreten und haben darum gerungen, so viele Stimmen wie möglich zu erhalten. Und das immer mit dem Hintergedanken, die Stadt positiv zu beeinflussen. Nach einem respektvollen und ruhigen Wahlkampf haben die Friedrichsdorfer wie folgt gewählt:
Partei 2026(2021)
CDU: 31,01 %(27 %)
SPD: 10,94 %(10 %)
Grüne: 25,86 %(30,16 %)
FDP: 9,95 %(11,10 %)
FWG: 17,06 %(19,77 %)
LF: 5,18 %(1,97 %)
Die 37 Sitze der Stadtverordnetenversammlung werden dementsprechend wie folgt aufgeteilt: CDU mit 11 (10), Grüne mit 10 (11), FWG mit 6 (7), SPD mit 4 (4), FDP mit 4 (4) und LF mit 2 (1). Der Gewinner der Wahl, die CDU, konnte sozusagen ihre Sitzanzahl mit den Grünen tauschen. Doch auch in weiteren Punkten konnten die Christdemokraten gewinnen: Einerseits haben sie mit knapp vier Prozent die größte Steigerung zum Vorjahr erzielen können, andererseits hat die Spitzenkandidatin des Ortsverbands, Katja Gehrmann, mit 5.257 Stimmen die größte Zustimmung erhalten. Zudem hat die CDU in drei von vier Ortsbezirken gewonnen. Nur in Seulberg haben erneut die Grünen die Merhheit.
Die CDU freut sich über den klaren Sieg. Sie sieht das Ergebnis als Auftrag, Verantwortung für Friedrichsdorf zu übernehmen. Gehrmann sagt dazu: „Dieses Ergebnis ist vor allem das Ergebnis eines unglaublich engagierten Teams und eines Wahlkampfs, der stark auf persönliche Gespräche gesetzt hat.“ Sie kündigt an, in naher Zukunft das Gespräch mit den anderen Parteien aufzusuchen, um die anstehenden Aufgaben verantwortungsvoll anzugehen. „Uns ist wichtig, jetzt mit allen demokratischen Fraktionen das Gespräch zu suchen. Ziel muss es sein, eine stabile und verlässliche Grundlage für die Arbeit der kommenden fünf Jahre zu schaffen“, sagt Gehrmann.
Die Wahlbeteiligung ist entgegen dem Trend fast gleichgeblieben und liegt nur knapp über 58 Prozent.
Inwieweit sich durch die Wahl die Arbeit im Stadtparlament verändern wird, bleibt abzuwarten. Zwar ist mit der CDU eine andere Partei an der Spitze – die Wahrheit ist aber auch, dass sich die Sitze der einzelnen Parteien nur um jeweils einen einzelnen Sitz vergrößert oder verringert haben. Bei der FDP und der SPD sind sie sogar gleichgeblieben. Die Verhältnisse haben sich somit kaum verändert.
Wahl des Ausländerbeirats
Nicht nur Deutsche haben am Sonntag gewählt. Für Personen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, fand die Wahl des Ausländerbeirats statt. Die Hauptaufgabe eines Ausländerbeirats ist es, die ausländische Bevölkerung besser in ihre Wohngemeinde zu integrieren und ihr dort eine angemessene Interessenvertretung zu bieten. Am meisten Stimmen erhielt Nadia Hinkel (13,13 Prozent), gefolgt von Dilek Özdemir (12,39 Prozent). Außerdem wurden Renzo Sechi, José Rodrigues dos Santos, Giuseppe Catalano, Pietro Biancu, Simona-Maria Hoffmann-Sut, Samer Aboutara und Raimondo Romano gewählt.

