Friedrichsdorf (fw). Gesetzliche Betreuer werden im Auftrag des Gerichts für Menschen tätig, die auf Grund von Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln können. Um eine sonst nötige gesetzliche Betreuung zu vermeiden, wird aber von immer mehr Bürgern die Möglichkeit der Erteilung einer Vorsorgevollmacht und die Errichtung einer Patientenverfügung genutzt. Dabei ist der Verein zur Betreuung Volljährige (VBV) behilflich, informiert und berät.
Doch wer unterstützt Betreuer und Bevollmächtigte und bildet sie aus? Seit vielen Jahren bietet der VBV in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein der Lebenshilfe an, Interessenten an der Arbeit als Betreuer auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorzubereiten und bereits tätige Betreuer zu unterstützen. Dieses Angebot richtet sich auch an Angehörige, die auf Grund einer Vorsorgevollmacht handeln oder demnächst handeln werden. Sie werden optimal auf ihre Aufgaben vorbereitet. Am Samstag, 7. Juni, von 8.30 bis 15.30 Uhr wird ein Einführungskurs als Präsenzveranstaltung angeboten. Er findet statt im Seniorentreff Mitte, Cheshamer Str.51 A. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (18 Personen). Für Interessenten, die deshalb nicht berücksichtigt werden können, wird ein weiterer Termin am 18. Oktober angeboten. Dieses Angebot ist auch für Mitarbeiter in der Pflege und in Hospizdiensten eine interessante Abrundung der notwendigen Kenntnisse. Kosten für die Teilnahme entstehen nicht. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die rechtlichen Fragen beantwortet Rechtsanwalt Christian Winter. Die Moderation übernehmen Lucas Hosbach (Sozialpädagoge beim VBV) und Christian Wolf (Geschäftsführer des Betreuungsvereins der Lebenshilfe). Die Teilnehmer erhalten zahlreiche Arbeitshilfen und eine Teilnahmebestätigung.
Außer den Einführungskursen werden zwei Weiterbildungskurse (25. Oktober und 15. November) mit rechtlichen, medizinischen und sozialen Inhalten angeboten. Bei der Arbeit als Betreuer kann man eigene Erfahrungen und eigenes Können einbringen. Soziales Engagement, Einfühlungsvermögen und Geduld sind einige der Voraussetzungen, die ein guter Betreuer mitbringen sollte. Der Verein zur Betreuung Volljähriger in Bad Homburg hat Voraussetzungen geschaffen, in denen ehrenamtliche Arbeit Freude macht. Austauschmöglichkeiten, Aus- und Fortbildung, Versicherungsleistungen, Hilfe bei der Arbeit sowie kompetente Begleitung sind Argumente für die Übernahme einer Betreuung. Auch das „Danke sagen“ für das ehrenamtliche Engagement wird nicht vergessen. Für ehrenamtliche Betreuer gibt es steuerliche Erleichterungen. Seit 1. Januar 2023 gibt es neue Regeln (Betreuungsorganisationsgesetz), über die umfassend informiert wird.
!Weitere Auskünfte, Termine für die Beratung zur Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung erhalten gibt es beim VBV – Verein zur Betreuung Volljähriger, Professor-Wagner-Straße 10 und unter Telefon 06172-41041, im Internet unter www.vbv-betreuung.de und per E-Mail an vbv[at]b-treu[dot]de.