Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus – und brechen sogar ein

Schloßborn (kw) – Gleich mehrere unbekannte Täter haben am Mittwoch, 11. März, versucht, in Glashütten-Schloßborn mit der Masche „falsche Polizeibeamte“ an Wertgegenstände zu gelangen. Die Täter nahmen gegen 12 Uhr telefonisch Kontakt zu einer Seniorin auf und gaben sich als Polizeibeamte aus. Dabei behaupteten sie, in der Umgebung sei eine Einbrecherbande aktiv, die es auch auf ihre Wertgegenstände abgesehen habe. Die Frau wurde aufgefordert, ihre Wertsachen auf dem Küchentisch bereitzulegen, damit diese anschließend von vermeintlichen „Polizeibeamten“ fotografiert werden könnten.

Kurz darauf erschienen zwei Männer an der Haustür der Seniorin in der Langstraße. Diese schöpfte jedoch Verdacht und ließ die angekündigten Personen nicht in ihre Wohnung. Nachdem sich die beiden entfernt hatten, erschien eine dritte Person, die sich als jüngerer Kollege der Polizei ausgab. Auch diesem Mann öffnete sie nicht die Tür und zog sich in ihre Wohnung zurück.

Gegen 16 Uhr hörte die 75-jährige Frau einen Schlag. Später stellte sie fest, dass ihre Haustür aufgebrochen worden war. Die Täter verschafften sich offenbar Zugang in eine andere Wohnung des Hauses. Die Eindringlinge entwendeten dort eine Kosmetiktasche und Bargeld. Die drei Männer können wie folgt beschrieben werden:

Der erste Mann war etwa 25 bis 30 Jahre alt, trug eine schwarze Schildkappe sowie ein weißes T-Shirt. Auch der zweite Mann trug eine schwarze Schildkappe und war ebenfalls etwa 25 bis 30 Jahre alt. Die dritte Person wirkte jünger als die beiden anderen, etwa Anfang 20, auch er trug eine schwarze Schildkappe und war bekleidet mit einer schwarzen Sweatshirtjacke mit rotem Shirt darunter sowie einer schwarzen Hose.

Ratschläge der Polizei

Solche Anrufe erzeugen bedrohliche Szenarien. Die Polizei rät daher, sich bei verdächtigen Anrufen bei der Polizei zu melden und nicht auf die Forderungen der Anrufer einzugehen. „Seien Sie sensibel und sagen Sie den Personen am Telefon, dass Sie sich zunächst rückversichern wollen. Tatsächliche Verwandte und Amtspersonen haben dafür in jedem Fall Verständnis.“

Weiterhin ist zu beachten: Mitarbeitende von Behörden wie Gerichten, Staatsanwaltschaft oder Polizei werden niemals nach persönlichen Besitzverhältnissen fragen oder am Telefon Geld fordern.

Die Polizei hat in diesem Fall die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den beschriebenen Tätern geben können, sich bei der Polizei in Königstein unter der Rufnummer 06174 9266-0 zu melden.



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