Schnittstelle zwischen Fotografie, Aktmalerei und Bodypainting

Kaum geht im Geundheitszentrum eine außergewöhnliche Ausstellung zu Ende, die von Dimitry Vojnov, werden in dem Gebäude an der Frankenallee die Arbeiten für eine weitere Ausstellung ausgepackt, die durchaus den Rahmen üblicher Ausstellungen sprengen wird. Ausrichter ist der Förderverein Gesundheitszentrum und die Vernissage für die Bilder von Michael Karst ist am 24. März (Montag) um 18.30 Uhr. Das Thema der Ausstellung: „The Human Surface...Shapes & Scratches“. Der Blick auf die beiden Fotos in diesem Text zeigt die Richtung an: „Ein wesentlicher Teil der Ausstellung behandelt die intensive Auseinandersetzung mit der Schnittstelle zwischen Fotografie, Aktmalerei und Bodypainting. Diese drei Bereiche künstlerischer Ausdrucksweise sind in den momentanen Werken von Michael Karst verschmolzen und gleichzeitig zu seinem neuen Projekt geworden, das die herkömmliche Malerei durch Spachtel- und Sgraffitotechnik ergänzt.“

Erläutert wird auch in der Ankündigung die Arbeit des Künstlers, der 1959 in Neunkirchen geboren wurde, zunächst Sonder- und Diplompädagogik, um dann zum Malen zu wechseln. Im Jahr 2001 eröffnete er sein erstes offenes Atelier „moonart“ in der Altstadt von Limburg, 2011 zog er in sein jetziges Atelier in die Domstraße 4 um. 2003 veröffentlichte er das Künstler- und Geschichtenbuch „Moony“. Er ist Mitbegründer von LahnArtists und Artists e.V. Limburg.

Doch zurück zur künstlerischen Arbeit von Michael Karst, wie sie in einem Begleittext zur Vernissage beschrieben wird: „Ausgehend von einem Fotoshooting, Übertragung der Körper auf die Leinwand und anschließender malerischer Gestaltung der Körper und ihrer Dynamik entstehen faszinierende Bilder, die einerseits völlig archaisch, aus uralten Kulturen stammend wirken und andererseits die zeitgenössischen und sehr jungen Kunstrichtungen wie Bodypainting und Actionpainting vertreten. Wie fast immer in seinen Bildern spielen dabei interkulturelle Zeichen und Symbolik eine große Rolle.

Neben diesem Schwerpunkt der Ausstellung werden aber auch Werke zu sehen sein, die das Thema der Spachtel- und Sgraffitotechniken (Kratztechniken) ausführlich widerspiegeln.“

Der Kelkheimer Ausstellung gingen bereits zahlreiche andere Einzel- und Gruppenausstellungen in der ganzen Bundesrepublik voraus. Mittlerweile sind die Bilder auf fast allen Kontinenten dieser Erde zu sehen.

Die Ausstellung endet am 31. April und ist von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Abgesehen von der Vernissage bietet die Galerie im Gesundheitszentrum auf den drei Stockwerken einmal mehr Gelegenheit, sich von dem einen oder anderen vielleicht nicht so angenehmen Besuch im Haus positiv ablenken zu lassen.

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