Die Dreierkoaltion besuchte Ruppertshain

Nach den „Bürgern für Hornau “ war jetzt die „Stimme für Ruppertshain“ (SfR) mit einem Besuch der Koalition (CDU, SPD und FDP) an der Reihe, um sich in Ruppertshain umzusehen. Der Vorstand der SfR begrüßte Stephan Laubereau (CDU), Elsbeth Stegemann (SPD - sie vertrat den Vorsitzenden Michael Hellenschmidt) und Micheal Trawitzki (FDP) zu einer Vorstellung des Ortsteils und einem kleinen Rundgang. Insbesondere die Breite der Bürgersteige in einigen Abschnitten bereitet große Sorge. In Höhe der Rossert-Schule bis zur Abzweigung „In der Heufahrt“ müsste zum Beispiel auf einer der beiden Seiten ein Fußgängerweg von einer Minimalbreite von 1,50 Meter geschaffen werden, damit die Schüler sicher zum Sportunterricht in der Schönwiesenhalle oder zum Sportgelände an der Schönwiesenhalle begleitet werden können. Dies ist ein Anliegen, auf das die SfR zusammen mit der Schulleitung und dem Schulelternbeirat hingewiesen hat. Auch für die Kurve im Bereich der Bushaltestelle in der Ortsmitte sollten adäquate Verbesserungen angestrebt werden.

Es sei ein gutes Zeichen, dass durch Hessen Mobil und die Stadt Kelkheim nun endlich die Sanierung dieser „Rumpelstraße“ in Angriff genommen werden und bei dieser Gelegenheit das alte Kanal- und Wassersystem ausgetauscht werden soll, stellte Dr. Thomas Zellhofer, der Vorsitzende der Stimme fürRuppertshain, fest.

Ferner ist es ein Anliegen der SfR und vieler Ruppertshainer, über eine Einbahnstraßenregelung der Straße „Am Alten Rathaus“ und im „Hohlweg“ nachzudenken, um atypische Verkehrssituationen wie zum Beispiel die Begegnung mit LKW‘s entzerren zu können. Hier sei die Stadt gefragt, geeignete Lösungen im Interesse geplagter Verkehrsteilnehmer in Abstimmung mit den betroffenen Anwohnern zu finden.

Gerade am Tag der Begehung konnten sich die Teilnehmer von einer solchen Situation und der damit einhergehenden Notwendigkeit einer Einbahnregelung überzeugen, berichtet Dr. Zellhofer. Bei winterlichen Bedingungen scheine eine solche Lösung die einzig Sinnvolle zu sein.

Ein anderes wichtiges Projekt für die Ortsgestaltung und Entwicklung ist die Sanierung der St. Matthäus-Kirche mit der Integration des Kindergartens Sc. Maria, die unmittelbar bevorstehe.

Da das bestehende, davorliegende Gebäude des 1955 erbauten Kindergartens mit Pfarrsaal aus brandschutztechnischen Gründen abgerissen werden muss, setzt sich die SfR dafür ein, die freiwerdende Fläche nicht durch Wohnhäuser zu bebauen, sondern einer Nutzung für die Ruppertshainer durch Schaffung eines Dorfplatzes zuzuführen. Hier habe die SfR dem Magistrat der Stadt Kelkheim konkrete Vorschläge unterbreitet, wie die Gestaltung des Dorfplatzes unter minimaler Versiegelung der Flächen aussehen könnte. Auch eine von vielen gewünschte Brunnenlösung ist nicht vergessen. Da in früheren Zeiten in unmittelbarer Nähe (in der Wiesenstraße, ehemals Bornstraße) ein Dorfbrunnen war, bestehe Zuversicht, dass bei einer Bohrung auch hier wieder ein Brunnen eingerichtet werden kann.

Nicht alle Maßnahmen der Stadt Kelkheim finden Zustimmung bei den Ruppertshainer*innen. Dies betrifft aktuell die Verschwenkung in der Robert-Koch-Straße am Ortseingang von Fischbach aus kommend, die viele Verkehrsteilnehmer wieder aufgehoben sehen möchten.

Insbesondere in den Wintermonaten wird es keine Freude sein, bergauf am Osteingang auf talfahrenden Verkehr warten zu müssen. Befürchtungen, dass es bei Schneefall und Glatteis hier zu unnötigen Verkehrssituationen und Verkehrschaos kommen könnte, sind nicht von der Hand zu weisen.

Selbst für den gertenschlanken Dr. Laubereau (CDU) ist der Bürgersteig in der Robert-KochStraße zu schmal. Für zwei Kinder ist so gut wie kein Platz vorhanden, wenn sie hier entlanggehen. Links außen im Bild Michael Trawitzki (FDP), rechts neben ihm Elsbeth Stegemann (SPD), die für Dr. Hellenschmidt den Termin wahrnahm, und rechts Dr. Thomas Zellhofer, der Vorsitzende der Stimme für Ruppertshain.
Foto: SFR



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