FDP Kelkheim: Haushalt 2026 zeigt strukturelles Defizit

Stadt brauchte echte finanzielle Spielräume

Kelkheim (kez) – Nach Ansicht der Kelkheimer FDP zeigt der Haushaltsplanentwurf 2026 der Stadt Kelheim, wie angespannt die finanzielle Lage derzeit ist. Bei ordentlichen Erträgen in Höhe von 96,45 Millionen Euro stünden ordentliche Aufwendungen von 100,75 Millionen Euro gegenüber. Das ordentliche Ergebnis weise damit einen Fehlbedarf von 4,30 Millionen Euro aus.

Aus Sicht der FDP Kelheim lasse dies keinen Spielraum für zusätzliche Belastungen oder neue Schulden. Ein strukturelles Defizit von 4,3 Millionen Euro zeige deutlich, dass Kelheim über seine Verhältnisse lebe, erklärte Dr. Ralf Anacker, stellvertretender Vorsitzender. Statt neue Schulden anzuhäufen, müsse die Stadt jetzt die Grundlagen schaffen, um wieder echte finanzielle Spielräume zu gewinnen. Zudem steige dadurch die Zinslast an, und der finanzielle Spielraum für künftige Dekaden würde stärker eingeschränkt.

Die Liberalen sind der Ansicht, dass derzeit ausreichende Mittel für zentrale Zukunftsbereiche wie Bildung, soziale Angebote und Wirtschaftsförderung fehlten. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauche Kelheim jedoch Investitionen in den Standort, um langfristig höhere Einnahmen generieren zu können.

„Es bedarf einer klaren Prioritätensetzung im Haushalt, einer konsequenten Ausgabenpolitik und besserer Rahmenbedingungen für unsere heimischen Unternehmen“, so Dr. Anacker weiter. „Nur mit einer starken Wirtschaft könnten dauerhaft stabile Einnahmen gesichert werden – ohne die kommenden Generationen mit immer neuen Schulden zu belasten.“



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