Hessische Jugendmeisterschaften der Leichtathletik: 3 x Gold für Kelkheimerin

5,36 Meter reichten für Eylem im Weitsprung für die Goldmedaille. Foto: Fischer

Kelkheim (kez) – Bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U16 in Frankfurt wurde Eylem Orak, LG Eppstein-Kelkheim, zur Medaillensammlerin. Die Fischbacherin, die als Mitglied der TuS Hornau in der Kooperation mit der SG Kelkheim bei Trainer Kim Fischer trainiert, startete in vier Disziplinen und gewann drei mal Gold und einmal Silber.

Der Medaillenregen begann am Samstag im 60m-Sprint. Eylem erreichte im Vorlauf nach verpatztem Start mit 8,40 Sekunden als Achte den Zwischenlauf. Hier ließ sie ihr Talent aufblitzen und legte einen Start hin, der ihr die zweitbeste Laufzeit mit 8,19 Sekunden und damit die Endlaufteilnahme einbrachte. Im Finale kam es dann zum engen Zweikampf mit der Vorlaufschnellsten aus Frankfurt in der Bahn direkt neben ihr. Beim Start noch einen halben Schritt hinter ihr, entwickelte Eylem aber die höhere Endgeschwindigkeit und konnte sich auf den letzten Metern an ihrer Konkurrentin vorbeischieben und mit einer Hunderstel Vorsprung in 8,10 Sekunden das Finale für sich entscheiden. Ein völlig unerwarteter Erfolg, hatte sich die Kelkheimerin doch im vergangenen Jahr auf die Sprungdisziplinen konzentriert und war in den hessischen Nachwuchskader Sprung aufgenommen worden

So war es keine Überraschung, dass sie im nachfolgenden Dreisprung im ersten Versuch an die Spitze ging. Doch die Konkurrenz war stark und zog an ihr vorbei. Eylem musste all ihr Können aufbieten, um mit einem perfekten Sprung auf 11,42 Meter wieder die Führung zu übernehmen und den Titel zu gewinnen.

Am Sonntag sollte dann die Erfolgsgeschichte mit den Starts im 60m-Hürdenlauf und im Weitsprung weitergehen. Und wie am Vortag qualifizierte sie sich als Zweitbeste für das Finale im Hürdensprint. Da war dann allerdings die Spezialistin nicht zu schlagen und Eylem eilte mit einer Silbermedaille um den Hals direkt weiter zum Weitsprung, ihrer zweiten Lieblingsdisziplin. Doch hier musste sie erst einmal in den Wettkampf finden. Beim ersten Versuch deutlich vor dem Brett abgesprungen, beim zweiten Versuch knapp übertreten: Es wollte nicht so recht klappen mit dem Anlauf. Im dritten Versuch ging sie jedoch mit 5,22 Metern knapp in Führung und verbesserte sich im vierten Versuch sogar auf 5,36 Meter, eine Weite, die kein anderes Mädchen mehr erreichte. So wurde sie direkt im Anschluss an den Wettkampf zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen mit der Goldmedaille geehrt und avancierte zur besten Medaillensammlerin in der Altersklasse der 15-jährigen Mädchen.



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